Kolping Lippborg sieht ehrenamtliche Arbeit in Gefahr  


Die Kolpingsfamilie Lippborg beklagt beim Stiftungsfest, dass es immer schwieriger werde, Interessierte für die Vorstandsarbeit zu gewinnen. 

Ehre, wem Ehre gebührt: Gerd Steinhoff (Zweiter von links) wurde für seine 70-jährige Mitgliedschaft, Heinz Salm (Mitte) für seine 65-jährige Mitgliedschaft von (v. l.) Marie-Luise Elbracht, Andrea Mentrop und Andrea Niermöller ausgezeichnet.

Lippborg (gl) - Die Kolpingsfamilie Lippborg hat jetzt ihr 74. Stiftungsfest gefeiert. Dazu ging es nach dem Hochamt in den Gasthof Willenbrink. Zugleich wurde die verschobene Mitgliederversammlung abgehalten. Dabei standen Neuwahlen auf der Tagesordnung. 

Andrea Mentrop und Marie-Luise Elbracht wurden ins Vorsitzenden-Team wiedergewählt. Für die ausscheidende Heike Stengel kam Andrea Niermöller neu ins Team. Der Schriftführer Stefan Wessinghage stellte sich nicht erneut zur Wahl. Da sich kein Ersatz finden ließ, wird die Arbeit des Schriftführers vom Vorsitzendenteam mit übernommen. Des Weiteren schied Anika Pendzialek nach langjähriger Tätigkeit aus. Sie war für den Bereich „Brauchtum“ zuständig. Auch dieser Posten bleibt vakant. Komplett ist das Vorstandsteam mit dem Beisitzer Thomas Horstkötter (wiedergewählt) und Kassiererin Silke Schröder (noch ein Jahr im Amt). Da Heike Stengel und Stefan Wessinghage nicht an der Versammlung teilnehmen konnten, sollen die drei ausscheidenden Vorstandsmitglieder in einer Vorstandsrunde geehrt werden. Alle drei haben sich über viele Jahre im Vorstand engagiert. 

Langjährige Mitglieder ausgezeichnet

Ein weiterer wichtiger Tagesordnungspunkt war die Beschlussfassung einer neuen Beitragsordnung vom Kolpingwerk und der daraus resultierenden Satzungsänderung. Für die Lippborger Kolpingmitglieder gab es keine Beitragsänderung, sodass die Beschlussfassung einstimmig angenommen wurde. 

Zwei Jubilare ehrte der Vorstand: Gerhard Steinhoff ist schon seit 2020 insgesamt 70 Jahren dem Kolpingverband treu, Heinz Salm blickt auf 65 Jahre Mitgliedschaft zurück. Andrea Mentrop überreichte beiden eine Urkunde. 

Kaum Mitglieder unter 30 Jahren

Unter Punkt Verschiedenes rückte die Zukunft der Kolpingsfamilie in den Vordergrund. Marie-Luise Elbracht erläuterte, dass es zur Zeit keine Mitglieder unter 30 Jahren gibt und somit keine Kolpingjugend. Auch die Bereitschaft, im Vorstand mitzuarbeiten, werde geringer und erschwere die ehrenamtliche Arbeit. Das Protokoll der jüngsten Mitgliederversammlung liegt im Pfarrbüro zur Einsicht aus. Zu den Öffnungszeiten kann jedes Mitglied das Protokoll lesen. Dies ist nach telefonischer Absprache (Telefon 02527/919297) auch bei Marie-Luise Elbracht möglich. Kommen binnen 14 Tage keine Einwände, die schriftlich beim Vorstand eingehen, gilt das Protokoll als genehmigt. 

Des Weiteren weist der Vorstand auf die nächsten beiden Termine hin: Am Freitag, 20. Mai, findet um 18.30 Uhr die Maiandacht an der Böckenbergkapelle statt. Die Familienradtour mit gemeinsamem Abschlussgrillen und Kinderschützenfest ist am 11. Juni. Beginn ist um 14.30 Uhr am Pfarrheim am Ilmerweg.

Texte und Fotos von die-glocke.de sind urheberrechtlich geschützt. Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.