Kreis Soest: Gas-Lieferstopp - Firmen stark betroffen


Viele Unternehmen aus dem Kreis Soest wären durch ein Gas-Lieferstopp sehr stark betroffen. Das hat eine Umfrage der WFG ergeben.

Durch ein Gas-Lieferstopp waren im Kreis Soest viele Unternehmen betroffen. Das hat eine Umfrage ergeben. Foto: dpa

Kreis Soest (gl). Viele Unternehmen sind bei möglichem Gas-Lieferstopp stark betroffen. Das hat eine Umfrage der Wirtschaftsförderung im Kreis Soest (WFG) ergeben.

Viele Unternehmen aus dem Kreis Soest wären laut Mitteilung durch ein Gas-Lieferstopp sehr stark betroffen. So müssten mehr als die Hälfte nach eigenen Angaben bei einem Gas-Lieferstopp Teile der Betriebsaktivitäten einstellen. Knapp jedes fünfte Unternehmen müsste seine Betriebsaktivitäten sogar komplett einstellen. Der Versorgungsabbruch nachliegender Lieferketten, beispielsweise durch Produkte, die schon produziert sind, erfolgt nach durchschnittlich 15 Tagen.

160 Firmen nehmen an Umfrage teil

Diese Ergebnisse erbrachte die Umfrage der WFG , an der insgesamt 160 Unternehmen teilgenommen haben. Die Hälfte des deutschen Erdgasverbrauchs ist im Jahr 2021 auf Industrie, Gewerbe, Handel und Dienstleistungen zurückzuführen. Um die Auswirkungen eines möglichen Gas-Lieferstopps für die Unternehmen im Kreis Soest einschätzen zu können, führte die WFG die Umfrage durch.

Von den Unternehmen, die teilnahmen, erachten 43 Prozent das Risiko der Unternehmensfortführung als groß bis gravierend. Dies betrifft primär die Industrie und das verarbeitende Gewerbe. Im Fall eines Gas-Lieferstopps und einem Runterfahren der Produktionsanlagen würden im Bereich der Industrie und des verarbeitenden Gewerbes 18 Prozent der Produktionsanlagen beschädigt werden.

„Herausfordernde Zeit für die Unternehmen“

Der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Kreis Soest, Markus Helms betont: „Es ist eine herausfordernde Zeit für die Unternehmen im Kreis Soest. Deshalb versuchen wir, sie bestmöglich zu unterstützen. Für besonders von den Energiepreisen betroffenen Unternehmen gibt es bereits das Energiekostendämpfungsprogramm.“ Dieses unterstütze mit temporären Zuschüssen bei gestiegenen Erdgas- und Strompreisen. Mit Informationen zu diesem Programm stehe die WFG den Unternehmen gerne zur Verfügung unter w 02921/30226). Helms sagt: „Langfristig können unsere kostenlosen Workshopangebote dazu beitragen, Prozesse im Unternehmen klimaneutraler zu gestalten.“ Der Geschäftsführer verweist auf das Seminar „Nachhaltigkeitsbeauftragte für KMU“. Anmeldungen dafür sind unter www.wfg-kreis-soest.de/aktuelle-veranstaltungen möglich.”

An der Umfrage teilgenommen haben zu 71 Prozent kleine und mittlere Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitern. Nach Branchen unterteilt beteiligte sich mit einem Anteil von 34 Prozent die Industrie und das verarbeitende Gewerbe, gefolgt vom Dienstleistungssektor mit 21 und dem Gesundheits- und Sozialwesen mit 13 Prozent

Die gesamten Ergebnisse der Umfrage sind auf www.wfg-kreis-soest.de/aktuelle-meldungen einzusehen.

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