Krötenschutz in Lippeauen erfolgreich


Lippetal (gl) - Die Knoblauchkröte liebt sandigen Boden, und eingegraben in diesen lockeren Untergrund verbringt sie die meiste Zeit des Jahres.  In NRW ist die Art stark gefährdet. Deshalb laufen im Bereich der Lippeauen seit einigen Jahren Maßnahmen, diese Krötenart hier anzusiedeln.

Ein Krötenzaun rund um das Laichgewässer: Das erscheint auf den ersten Blick widersinnig, tatsächlich war dies eine gute Möglichkeit, um seltene Arten wie Knoblauchkröte und Kammmolch kurzfristig einzufangen und so ihren Bestand zu erfassen. Foto: ABU

Und zwar mit Erfolg, wie die Arbeitsgemeinschaft Biologischer Umweltschutz (ABU) berichten kann. Der Nachweis war wegen der Lebensweise im Untergrund nicht ganz einfach. Aber auch Knoblauchkröten wollen sich einmal im Jahr zur Paarung treffen, und dabei bekamen die Helfer der ABU sie zu packen. Dazu wurden um sechs Stillgewässer in den Lippeauen, in denen vor Jahren Kaulquappen der gefährdeten Art eingesetzt wurden, Krötenzäune angelegt.

In den im Boden eingelassenen Eimern sollten die Kröten auf der Wanderung zu ihren Laichgewässern dann abgefangen werden, sodass ihre Zahl und die Richtung, aus der sie kamen, erfasst werden konnten, berichten Luisa Hauswirth und Hendrik Wulff. Schon Mitte März wurde das erste Knoblauchkrötenweibchen auf einem umgestalteten ehemaligen Maisacker bei Schoneberg verzeichnet, viele weitere sollten folgen. Denn an jedem Morgen wurden die Amphibien nach Art und Geschlecht bestimmt und dann auf der anderen Zaunseite in das Gewässer entlassen. Dabei ging den Helfern mehrfach auch der ebenfalls gefährdete Kammmolch ins Netz.

„Wir haben uns sehr über diese Ergebnisse gefreut“, berichtet Luise Hauswirth. Dass die ABU-Mitarbeiter viele Knoblauchkröten nachweisen konnten, ist eine Bestätigung für die Maßnahmen.

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