Lebensräume für Rebhühner verbessern


Kreis Soest (gl) - Biologische Station und Landwirtschaftskammer arbeiten zusammen, um die Landwirte bei der Verbesserung des Lebensraumes für das Rebhuhn und andere Arten zu unterstützen. Landwirte legen zum Beispiel Blühstreifen und Einsaatbrachen an oder verzichten auf Pflanzenschutzmittel.

Ein Rebhuhnpaar in der Hellwegbörde. Die Bestände haben sich etwas erholt. Foto: Martin Wenner

So schaffen sie für das Rebhuhn sichere Orte für die Brut und durch die extensiv genutzten Flächen mit vielen Insekten auch Nahrung für die Jungvögel. Feldhase, Feldlerche und das Rebhuhn oder Feldhuhn sind typische Bewohner der Feldfluren entlang des Hellwegs. Die Hasen sind im Frühling bei ihren Verfolgungsjagden auf den noch kurzen Feldern gut zu sehen, und die Feldlerche macht durch ihren Fluggesang auf sich aufmerksam. Das Rebhuhn fällt den meisten Menschen dagegen weniger auf. Die gut getarnten Vögel leben sehr versteckt und ihre Rufe sind nur in der Abenddämmerung zu hören.

Das früher sehr häufige Rebhuhn ist in den vergangenen Jahrzehnten in ganz Deutschland immer seltener geworden. Verluste durch Beutegreifer, Ausmähen der Nester und Mangel an Insekten für die Aufzucht der Jungen machen ihnen zu schaffen.

„In der Hellwegbörde haben wir aber vergleichsweise gute Bestände“, erläutert Ralf Joest von der Biologischen Station der Arbeitsgemeinschaft Biologischer Umweltschutz (ABU) Soest. „In den vergangenen Jahren sind sogar wieder mehr Rebhühner zu sehen. Zum einen haben sie von den trockenen und warmen Frühjahrs- und Sommermonaten der vergangenen Jahre profitiert, zum anderen zeigen die vielen Agrarumweltmaßnahmen offenbar ihre Wirkung“. Für diese Maßnahmen erhalten Landwirte eine Ausgleichsvergütung.

Marko Kneisz von der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Soest betreut diese Vertragsnaturschutzmaßnahmen: „Wir freuen uns über die vielen Landwirte, die den Artenschutz im Kreis Soest unterstützen. Die Entschädigungszahlung verhindert eine wirtschaftliche Benachteiligung“.

In einem neuen Projekt werden die Landwirte auch von der Landwirtschaftskammer unterstützt. Biodiversitätsberater Andreas Kemper auf Haus Düsse hilft ihnen bei der Auswahl geeigneter Flächen und bei der Antragstellung. Er ist unter w 02945/989580 erreichbar, Marko Kneisz von der Unteren Naturschutzbehörde unter 02921/302544 und Ralf Joest (ABU) unter 02921/9698784.

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