Lippe-Wrack geht auf weite Reise in den Norden


Im Museum angekommen, wird es für mehrere Jahre einen Platz in großen Konservierungsbecken in den Werkstätten des Museums finden.

Die Überreste des Schiffs aus dem 12. Jahrhundert, das in der Lippe 2019 gefunden wurde, wird konserviert. Foto: LWL-Archäologie/A. Weil Helmbold

Lippetal (gl) - Der Fund eines Bootswracks in der Lippe im Sommer 2019 hatte damals die Fachwelt aufhorchen lassen. Mittlerweile steht fest, dass die Überreste des Schiffs aus dem 12. Jahrhundert stammen. Gelagert und einstweilen durch regelmäßiges Befeuchten vor Verfall geschützt, wird es derzeit in der Restaurierungswerkstatt der LWL-Archäologie für Westfalen in Münster.

Der wertvolle Fund soll aber auch die nächsten Jahrhunderte überdauern. Dazu wird das Eichenholz des Bootes am kommenden Dienstag, 18. Januar, auf die Reise zum Museum für Archäologie Schloss Gottorf in Schleswig, etwa 30 Kilometer vor Flensburg, geschickt. In dem archäologischen Museum kennt man sich bestens aus mit Bootsbaukünsten vergangener Epochen.

Nydamboot aus Germanenzeit

Das Museum beherbergt unter anderem das sogenannte Nydamboot aus der Germanenzeit, welches – um das Jahr 320 erbaut –noch einige Tage älter ist als das Lippewrack. Im Museum angekommen, wird es für mehrere Jahre einen Platz in großen Konservierungsbecken in den Werkstätten des Museums finden, bis es für museale Zwecke rekonstruiert und weiter erforscht werden kann.

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