Mehr Wasser für Hellinghauser Mersch westlich Gieseler


In der Aue neu entstehende Mulden und Flutrinnen werden länger Wasser führen und dadurch Vögeln einen attraktiveren Lebensraum bieten. 

Neue, flache Flutmulden sollen das Wasser aus dem Randgraben in die Auenmitte führen. So entsteht ein Schutz vor Austrocknung.

Lippstadt (gl) - In der Hellinghauser Mersch westlich der Gieseler lässt die Stadt Lippstadt zurzeit Bauarbeiten durchführen. Sie sind abgestimmt mit der Wasserbehörde der Bezirksregierung und der Naturschutzbehörde des Kreises Soest sowie mit der Abu, die das Gebiet seit langem betreut. Ziel ist es, die Lippeaue zwischen Hellinghausen und Benninghausen für Tiere und Pflanzen und für Naturbeobachter noch attraktiver zu machen. 

Bisher durchzieht von Hellinghausen bis Benninghausen ein Entwässerungsgraben die Aue, der sie nach Überschwemmungen unnatürlich rasch entwässert. Zudem fängt er zufließendes Grundwasser vor Erreichen der Aue ab. Dadurch trocknet die Aue immer wieder viel zu rasch aus. Wasserliebende Vögel verlassen im Frühjahr das Gebiet, bevor die Brutzeit beginnt. 

Schutz vor Austrocknung

Eine Voraussetzung für die Maßnahmen war eine neue, bedeutend kürzere Ableitung für die Entwässerung des Baugebietes am Sötling hin zur Mündung der Gieseler. Die Stadt Lippstadt wird zudem einen bisher verrohrten Abschnitt dieser Entwässerung überwiegend aufnehmen und zu einem offenen Graben umwandeln. Eine zweite Voraussetzung war der Ankauf einer Privatfläche in der Aue durch die Stadt. In der Aue neu entstehende Mulden und Flutrinnen werden künftig viel länger Wasser führen und dadurch Brut- und Rastvögeln einen attraktiveren Lebensraum bieten. 

Bis nach Benninghausen am sogenannten Bettenberg wird dann die Aue zukünftig besser vor Austrocknung geschützt sein. Als Gegenleistung gibt es sogenannte Ökopunkte. Diese kann sie dann einsetzen, wenn an anderer Stelle Baumaßnahmen geplant sind, die zu Beeinträchtigung der Natur führen.

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