Quabbe-Aue besteht  Hochwasser-Test


Lippborg (gl) - Von Flutwellen war in Lippetal keine Rede nach den kräftigen Regenfällen der vergangenen Tagen. Die Renaturierungsflächen an der Lippe und auch in der frisch erweiterten Quabbe-Aue haben den Pegel-Anstieg locker kompensiert. Allerdings gab es auch keine dramatischen  Niederschläge.

Schön und nützlich: Die renaturierte Quabbe in Lippborg hilft gegen Flutwellen und Hochwasser.

In der Gemeindeverwaltung sehen Bürgermeister Matthias Lürbke und Bauamts-Leiterin Elisabeth Goldstein jedenfalls eine deutlich erkennbare Verbesserung für den Hochwasserschutz im Quabbe-Dorf.

Manche Passanten wie die Lippborger Fahrradtruppe „Silberfüchse“ , die in diesen Tagen den Bereich an der Quabbe zwischen Ludgerus-Pfarrkirche, Pfarrhaus und I-Punkt am Parkplatz Ilmerweg besuchten, kritisieren den aktuellen Zustand der Uferbereiche in der Ortsmitte von der Brücke an der Grundschule bis zum Autohaus Klotmann. Hier hat sich ein üppiger Grünteppich aus Wildkräutern entfaltet, der den Nahbereich am Ufer überwuchert. Wer seinen Garten ordentlich liebt, stößt sich leicht daran, dass neben den regelmäßig gemähten Rasenflächen rund um das Pfarrhaus jetzt ein ungepflegter Wildwuchs entsteht. Das ist allerdings unmittelbarer Bestandteil der Renaturierungsmaßnahmen.

Bauamts-Leiterin Elisabeth Goldstein bestätigt, dass die Umgebung der Quabbe nunmehr ein geschützter Bereich geworden ist, der zwar gelegentlichen Pflegemaßnahmen im Sinne der Natur unterliegt, der aber keineswegs als Zierrasen im Wochentakt gemäht werden darf. So müssen sich die Ordnung liebenden Besucher der Quabbe-Aue nun wohl daran gewöhnen, dass hier auch Brennnesseln wuchern – Pflanzen, die bekanntlich insbesondere dort gedeihen, wo der Boden überdüngt ist. Im Laufe der Jahre sollte sich das aber ändern und eine solide Auenpflanzen-Landschaft entstehen.

Übrigens gibt es im Bereich der Quabbe am Ilmerweg auch gärtnerisch Attraktives zu sehen. Der Blühstreifen, der dort angelegt wurde, hat sich gut entwickelt, gibt ein schönes Bild ab und ist zudem auch nützlich für Bienen und andere Insekten. Die Gemeinde Lippetal hat in Hovestadt und Lippborg in diesem Jahr zusätzliche Blühstreifen angelegt. Die aus dem Vorjahr haben sich durch die mehrjährigen Arten verändert, sind auch wieder nützliche Nektar-Lieferanten.

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