Regionale Projekt greift nach Sternen


Lippetal (gl) - Das Projekt „Natur-Talente-Lippe“ ist auf Beschluss des Regionale-Ausschusses erfolgreich mit dem ersten Stern für eine „herausragende konzeptionelle Idee“ ausgezeichnet worden. Nun kommt es darauf an, diese Initiative weiter auszuarbeiten und zu konkretisieren.

Auch die Umgebung der Lippe, hier ein See bei Lippstadt, soll im Rahmen des Projektes „Natur-Talente-Lippe“ aufgewertet werden.

Die zuständige Südwestfalen-Agentur wird das Projekt von nun an intensiver begleiten und die nächste Planungsphase unterstützen. Über die Projektidee „Natur-Talente-Lippe“, eine Initiative der Stadt Lippstadt und der Gemeinde Lippetal im Rahmen der Regionale 2025, wird der Haupt- und Finanzausschuss der Gemeinde Lippetal in seiner Sitzung am kommenden Montag, 13. September, im Herzfelder Bürgerhaus beraten. Dabei geht es um die weitere Vorgehensweise.

Lippetal und die östliche Nachbarstadt Lippstadt arbeiten schon seit Jahren zusammen in den Bereichen Naturschutz und Tourismus. Seit 2020 gibt es die Initiative für eine gemeinsame Teilnahme an der Regionale 2025. Das bietet neue Möglichkeiten für die Bereiche Umwelt- und Naturschutz, Tourismus und Rad- und Fußwegenetz. 

Auf Grundlage einer Anregung der Südwestfalen-Agentur wurde der ursprüngliche Projekttitel von „Netzwerk Lippe 5.0“ in „Natur-Talente-Lippe“ verändert, um der inhaltlichen Nähe des Projektes zur Lippe, dem sie umgebenden Naturraum und der sich aus dem Projekt ergebenden Möglichkeiten besser gerecht zu werden. 

Bürger sollen sich beteiligen

Das Landschaftsarchitekten-Büro Klaus Schulze aus Soest ist damit beauftragt, das Projekt zu betreuen und voranzubringen. Ziel von „Natur-Talente-Lippe“ ist es, die vielen Qualitäten, die sich am Fluss, in der Aue, in Lippetal und Lippstadt auf unterschiedlichen Ebenen zeigen, weiterzuentwickeln, sie eng untereinander zu vernetzen und sie vor Ort und ebenfalls digital sichtbarer und erlebbar zu machen. Konkretes aktuelles Ziel ist es, die einzelnen Projektbausteine inhaltlich bis zur Umsetzungsreife auszuarbeiten. In der Projektbeschreibung ist hierfür eine intensive Beteiligungsphase vorgesehen. Daher werden die Bürger in Lippstadt und Lippetal in diesem Herbst über eine Onlineplattform in das Projekt eingebunden. Sie können eigene Ideen einbringen oder Vorschläge für räumliche und inhaltliche Schwerpunkte machen. Im Januar und Februar 2022 werden die Akteure aus den einzelnen Ortsteilen gezielt in die Beteiligung einbezogen. Die nächste Planungsphase dient dazu, die Projektziele und die Verfahrensstruktur zu konkretisieren.

Zweiter Stern - Zugang zu Fördermitteln

Es geht darum, einen tragfähigen Zeitplan zu entwickeln, die Projektkommunikation auszuarbeiten und Finanzierungskonzepte zu erstellen. Sobald das Projekt „Natur-Talente-Lippe“ einen ausreichenden Reifegrad erreicht hat und die politischen Gremien der Stadt Lippstadt und Gemeinde Lippetal entsprechende Beschlüsse gefasst haben, reicht die Südwestfalen- Agentur das Projekt an die entscheidenden Gremien der Regionale 2025 weiter: Das Projekt bewirbt sich um den zweiten Stern als „Projekt mit realisierungsfähigem Konzept“. Mit Vergabe des zweiten Sterns durch den Regionale-Ausschuss wird dem Projekt Zugang zu konkreten Förderprogrammen des Landes NRW eröffnet. Von da an geht es um die weitere detaillierte Ausarbeitung eines realisierungsfähigen Konzepts. 

Dritter Stern als Ziel

In dieser Phase ist es für Lippetal und Lippstadt als Projektträger enorm wichtig, das Projekt der Öffentlichkeit zu präsentieren, dessen Potenzial zu verdeutlichen, die Menschen erneut einzubeziehen und unter ihnen aktive Mitstreiter zu finden. Sobald alle Anforderungen erfüllt sind und das Konzept Umsetzungsreife erlangt hat, kann das Projekt, nach entsprechenden Beschlüssen durch die Gremien der Gemeinde Lippetal und der Stadt Lippstadt, erneut dem Regionale-Beirat und -Ausschuss vorgelegt werden mit dem Ziel, den dritten Stern zu erreichen. Beim dritten Regionale-Stern wären die Fördermittel dann endgültig sicher und das Projekt könnte anschließend umgesetzt werden.

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