Sanierung der Halle beginnt am Dach


Lippetal-Oestinghausen (gl). Die Sanierungsarbeiten an der Oestinghauser Gemeinschaftshalle haben begonnen. Am vorigen Wochenende entfernten die Hubertusschützen mit 15 freiwilligen Helfern die Deckenverkleidung und den restlichen Teil der Holzverkleidungen in den Seitenbereichen der Halle.

Auf dem Dach haben die Arbeiten über dem Mittelschiff der Gemeinschaftshalle begonnen. Neue Fenster wurden bereits eingesetzt.

 Insgesamt wurde Holzvertäfelung mit einem Gewicht von rund dreieinhalb Tonnen aus der Halle entfernt. Zuvor war bereits das Material für das Dach geliefert worden. Zwei Sattelzüge stellten den Vorplatz vor dem Gebäude zu, und die Bedachungs-Firma Becker verteilte anschließend das Material auf dem Dach. Die Mitarbeiter der Firma Becker begannen jetzt mit den Arbeiten zur Dämmung und Neubeschichtung über dem Mittelschiff der Gemeinschaftshalle. Nach dem Entfernen der alten Dachabdeckung stellte sich heraus, dass die bestehende Holzverschalung für den Wiederaufbau genutzt werden kann. Die Holzverschalung musste allerdings in der gesamten Fläche nachgenagelt werden. Durch die Firma „Der Fenstermann“ wurden die drei Fenster im Giebel zum Vorplatz und die oberen Lichtbänder ausgewechselt. Geschäftsführer Elmar Huneke blickt optimistisch voraus: „Bleibt uns das Wetter in den nächsten Tagen sonnig erhalten, können die Außenarbeiten am Dach planmäßig fertiggestellt werden.“ Die Sanierung des mehr als 50 Jahre alte Dachs mit seiner mehrschichtigen Bitumenhaut ist nur ein Teil der Sanierungsmaßnahme. Außerdem will der Vorstand der Hubertus-Schützen den relativ dunklen Innenraum der Halle attraktiver, freundlicher, heller und funktionaler gestalten. Insgesamt haben die Schützen dafür eine Investition von rund 450.000 Euro vorgesehen.

Permanente Undichtigkeiten am Dach

Auslöser für die umfangreichen Gesamtmaßnahmen waren permanente Undichtigkeiten im Bitumen-Dach. Nach mehr als 50 Jahren haben Wetter und UV-Strahlung das Teer-Material so weit geschwächt, dass jetzt Komplettsanierung angesagt ist. Dabei muss erneut Bitumen verwendet werden, weil die Dachneigung und die Statik einen Belag mit Ziegeln nicht erlauben. „Untersuchungen zeigten, dass die Schäden insgesamt nicht so schlimm sind, wie befürchtet“, sagt Bauleiter Ingenieur Lukas Pils. Die hohe Qualität der neuen Schweißbahnen auf 900 Quadratmetern Dachfläche soll eine Haltbarkeit von 30 bis 35 Jahren garantieren. Weiterhin soll die Hallentechnik verbessert werden. Vor allem die 30 Jahre alte Gebläse-Erdgasheizung steht zur Modernisierung an und soll durch energiesparende Lösungen ersetzt werden. Die alte Holzdecke wird durch eine akustisch günstigere Decke ersetzt. 

Alte Fenster-Lichtbänder werden erneuert

Die alten Fenster-Lichtbänder werden erneuert. „Der Innenraum der Halle soll insgesamt optisch einladender, heller und freundlicher gestaltet werden“, betonen Elmar Huneke und Tobias Nillies. Dank erweiterter Nutzungsmöglichkeiten wird die Halle attraktiver für die Mieter. Dazu gehört auch, dass eine weitere Abtrennung im Längsschiff geplant ist. Der lange Schlauch könnte dann durch eine weitere Abtrennung in zwei gemütlichere Bereiche aufgeteilt werden. Der Boden aus Hartholz hat über die Jahre deutliche Spuren bekommen und das Fachwerk an der Bühne ist auch nicht mehr das schönste. Auch da soll Hand angelegt werden. Der Rat hat bereits einen Zuschuss von 180.000 Euro aus Mitteln der Gemeinde bereitgestellt. Mit Eigenmitteln in Höhe von rund 20.000 Euro, einer Eigenleistung der Mitglieder der Schützenbruderschaft durch Arbeiten im Wert von rund 40.000 Euro und einem Kredit soll die Renovierung im Rahmen einer knappen halben Million Euro gestemmt werden. Erhofft werden weiterhin Spenden von Mitgliedern und Lippetalern, die das Projekt unterstützen wollen. Auf dem Dach haben die Arbeiten über dem Mittelschiff der Gemeinschaftshalle begonnen. Neue Fenster wurden bereits eingesetzt.

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