Schoneberg: Trödel bringt 2541 Euro für Hospizdienst


Nach dem Ende des Gasthofs Schulte sind bei einem Hauströdel 2541 Euro für den Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst zusammengekommen.

Maritheres Schulze (l.) und ihr Mann Werner übergaben die Spende an Carla Bieling (Kinder- und Jugendhospizdienst Soest).

Schoneberg (gl) - Das Ende für den Gasthof Schulte kam sang- und klanglos, aber nicht folgenlos: Bei einem Hauströdel kamen 2541 Euro zusammen, die Werner und Marietheres Schulte jetzt an den Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst Soest spendeten. 

Schließung schon vor Corona geplant

Die Schultes, 67 und 65 Jahre alt, hatten schon vor Corona geplant, den Familienbetrieb zum Jahreswechsel zu schließen. Doch dann kam der Lockdown, von einem auf den anderen Tag waren die Türen zu und blieben es über den 1. Januar hinaus: „Die Bücher waren bis zum Jahresende voll“, bedauert Werner Schulte. Damit endete eine 120-jährige Tradition für Schoneberg. 

Das Paar öffnete nur noch einmal Ende August für den Hauströdel, in Absprache mit dem Ordnungsamt. Dekoartikel wechselten sieben Stunden lang die Besitzer, sodass ein Stück der Tradition nun in den Schoneberger Wohnzimmern und Küchen erhalten bleibt. Carla Bieling, Koordinationsfachkraft beim Hospizdienst, nahm die Spende in dieser Woche dankend entgegen: „So bedauerlich es ist, dass der Betrieb schließen musste, umso beeindruckender ist es, dass das Ehepaar Schulte sich dabei so engagiert für andere einsetzt.“ 

Beerdigungscafé geht weiter

Auf zwei Dinge müssen die Lippetaler trotz der Schließung nicht verzichten. Die Schultes bieten nach wie vor Beerdigungscafés an, ausschließlich in anderen Räumlichkeiten wie Vereinsheimen und Schützenhallen. Und für alle, die Marietheres Schultes Spargelspezialitäten vermissen, hat sie ihre eigenen Rezepte in einem kleinen Bändchen gesammelt, das sie für vier Euro verkauft. 

Kontakt ist möglich über Telefon 02923/235; E-Mail Info@gaststaette-schulte.de.

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