Sozialpraktikum gibt neue Einblicke



Lippetal-Herzfeld (nes). Schüler der Realschule Lippetal erhalten seit Jahren die Möglichkeit zur Teilnahme an einem Sozialpraktikum. Vertreter hiesiger karitativer Einrichtungen stellten jetzt in der Aula der Schule ihre Einrichtungen und damit Einsatzmöglichkeiten vor.

Freiwillig ist das Sozialpraktikum, das an der Realschule Lippetal angeboten wird.  Das Bild zeigt (v. l.) Pastoralreferentin Schwester Theresia Maria Kösters, Claudia Wetter (Ehrenamtskoordinatorin Caritsverband Soest), Natalia Falk-Simon (Pflegedienstleiterin St.-Ida-Stift), Lehrer Joachim Rambrock, Monika Möslein (St.-Ida-Stift), Annette Subroweit (Bördewerkstätten) Claudia Pennekamp (Caritas Beckum) Margret Keßler (Kindergarten St.-Marien Lippborg), Claudia Maduch (Erzieherin und Leiterin im Betreuungshaus Lippborg bei den Ludgeri-Strolchen) sowie Gabriele Fuhlrott als kommissarische Schulleiterin der Realschule.

 Beispielsweise besteht die Möglichkeit, mit behinderten oder alten Menschen zu musizieren, mit ihnen spazieren zu gehen, gemeinsam zu basteln oder zu spielen. Des Weiteren können Schüler eine Schwester bei der ambulanten Pflege begleiten und ihr bei der Betreuung und Pflege helfen. Es ist ebenso möglich, sich im Kindergarten nützlich zu machen oder beim therapeutischen Reiten Unterstützung zu leisten.

In Absprache mit den Lehrpersonen besteht aber auch die Möglichkeit, für einen bestimmten Zeitraum andere soziale Aufgaben zu übernehmen. Beispiele wären, für alte Leute in der Nachbarschaft regelmäßig einkaufen zu gehen oder ihnen den Rasen zu mähen. Die Teilnahme am Praktikum ist freiwillig. Daher legen die Organisatoren Wert darauf, dass sich die Jugendlichen bewusst dafür entscheiden. Die Einsätze an den unteschiedlichsten Orten werden inhaltlich im Religionsunterricht vorbereit.

Die Teilnehmer erhalten während des Praktikums Begleitung durch den Religions- oder Klassenlehrer. Angeboten werde das Sozialpraktikum, weil sich in der täglichen Praxis zeige, dass das Wissen über gesellschaftlich wertvolles Handeln allein wenig oder gar nichts am Verhalten der Schüler ändert, sind sich die Lehrer einig. Im Unterricht werde zwar über das Leben und die Menschen gesprochen, jedoch könne die Erfahrung kaum vermittelt werden. Entscheidend sei daher nicht das Wissen, sondern die Gestaltung des Lebens mit anderen Menschen, das nur auf dem Wege des Miteinanders erlernt werden könne, machten die Pädagogen deutlich.

Erkenntnisse der Handlungsorientierung sind den Verantwortlichen an der Realschule im Unterricht und in der Erziehung ein besonderes Anliegen.

Texte und Fotos von die-glocke.de sind urheberrechtlich geschützt. Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.