„Unterricht“ auch in den Sommerferien


Lippetal (gl) - Die Lippetaler Schüler an den drei Grundschulen und an der bis zum Abitur führenden Lippetalschule haben die Zeiten von Wechsel- und Distanzunterricht während der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie relativ gut überstanden. 

Farbenfrohe Sommerschule: An den drei Grundschulen bekamen Kinder noch einmal ein zusätzliches Angebot, um Basiskompetenzen in Mathe und Deutsch zu schulen.

So schlimm wie befürchtet und oftmals berichtet seien die Defizite nicht aufgetreten, darin waren sich die vier Schulleiter einig, als sie kürzlich vor dem Lippetaler Rat die Berichte zur Lage der Schulen vortrugen. Dennoch gibt es natürlich Nachholbedarf in Sachen Basiskompetenz, der an den Schulen in der vergangenen Woche abgearbeitet wurde. 

In der Sommerschule werden an den drei Lippetaler Grundschulen (St.-Ida, Ludgerus, und St. Stephanus) Kinder in Mathematik und Deutsch nachgeschult, bei denen die Lehrer es für angebracht halten. Leider konnten nicht alle Kinder, die die Sommerschule besuchen wollten, auch aufgenommen werden. Die Lehrer waren gefragt, die Kinder zu nominieren, die es wirklich gebrauchen können. 

Aus der St.-Ida-Grundschule berichtet Konrektorin Christiane Hoffmann, dass seit Montag 27 Kinder in zwei Gruppen von vier Lehramtsstudenten in der Sommerschule angeleitet und betreut werden. Der Ferien-Schultag beginnt morgens um acht Uhr und endet um 14 Uhr. Da es natürlich unmöglich ist, in den sechs Zeitstunden unaufhörlich zu pauken, gibt es auch viel Abwechslung, die auch richtig Spaß macht. Für Rektorin Danielle Thomas und ihr Kollegium ist es eine Freude zuzusehen, wie die jungen Pädagogen mit den Kindern auf dem Schulhof Fangen oder Fußball spielen, denn das sind „Fächer“, in denen ältere Pädagogen gewiss nicht mehr so flott mitmachen können. „Das läuft top“, bewertet Konrektorin Christiane Hoffmann, zumal die Studenten aufgrund ihres Alters den Kindern in manchen Bereichen schon allein des jungen Alters wegen näher stehen als die arrivierten Pädagogen. 

Schulleitung und Kollegium, die in der Woche der Sommerschule auch die Oberaufsicht in der Schule gewährleisten, haben das Projekt für die studentischen Hilfskräfte gezielt vorbereitet und entsprechendes Material besorgt, das die Fachgebiete und die Unterrichtsinhalte des Vorjahres treffend ergänzt, sodass die nicht ganz erreichten Lernziele der Schüler für die vergangenen 15 Monate geschafft werden können. Es wird aber nicht nur gerechnet, gelesen und Diktat geübt, sondern es geht auch um kleine Kunstprojekte, denn auch die künstlerisch-handwerklichen Fähigkeiten der Kinder sollen weiter ausgebildet werden.

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