2001: Stadt Oelde führt Eingangskontrollen am Park ein



Welche Themen bewegten die Oelder vor genau 30, 25, 20, 15, 10 und 5 Jahren? Welche Projekte standen damals an? Ein Blick zurück.

Zum Ehrenfrühschoppengast aller Oelder Schützenvereine wurde Pfarrer Wolfgang Bovekamp vor 10 Jahren im Rahmen seiner Verabschiedung in den Ruhestand ernannt. Das Foto zeigt Bovekamp (l.) mit Axel Weitenberg, dem damaligen Stadtschützenkönig. Foto: Gog

Oelde (gl) - Rund 10 000 Unterschriften von Oelder Bürgern, die den zentralen Notruf der Feuerwehr in Oelde an der Feuer- und Rettungswache behalten wollten, hatte die Oelder Feuerwehr vor 30 Jahren gesammelt. Sie waren an den Regierungspräsidenten in Münster gerichtet. Die Unterschriftenaktion war seit dem Frühjahr gelaufen. Zudem plante die Oelder Feuerwehr, gemeinsam mit Oelder Vereinen nach Münster zu fahren, um die Unterschriften im Rahmen einer Demonstration zu überreichen.

Auf Ereignisse wie diese, die vor 30, 25, 20, 15, 10 und 5 Jahren in Oelde stattgefunden haben, blickt „Die Glocke“ hier zurück.

Krankenpflegeschule feierte 30-jähriges Bestehen

Ihr 30-jähriges Bestehen feierte vor 30 Jahren die damalige Krankenpflegeschule des Oelder Marienhospitals. Seit 1961 wurden dort überwiegend junge Frauen auf ihren Beruf vorbereitet. 1991 standen 41 Ausbildungsplätze im Marienhospital zur Verfügung. Drei Lehrkräfte unterrichteten vor 30 Jahren 42 junge Frauen und 6 junge Männer, unterstützt von Dozenten aus allen medizinischen Sparten.

Vor 25 Jahren startete das Anruf-Sammel-Taxi in Oelde seine Touren. Es sollte zu Zeiten, in denen der Öffentliche Personennahverkehr zu schwach ausgelastet war, als dass große Busse sie abdeckten, Mobilität im Stadtgebiet ermöglichen. Oelde war nach Ahlen und Warendorf die dritte Stadt im Kreis Warendorf, die das System einführte.

Hundeverbot wird kontrolliert

Forum Oelde teilte vor 20 Jahren mit, dass 2001 nicht – wie ursprünglich vorgesehen – ein Weihnachtsmarkt als Winterfest im Park stattfinden werde. Der Kraftakt Landesgartenschau fordere seinen Tribut. Die Verantwortlichen baten dafür unter anderem beim Gewerbeverein Oelde um Verständnis.

Die Stadt Oelde führte vor 20 Jahren an den drei Haupteingangsbereichen des Vier-Jahreszeiten-Parks – am Eingang Auensee, am Stromberger Tor und am Forums-Bereich – Eingangskontrollen ein. Anlass für diese Maßnahme: Das Hundeverbot für das Gelände der ehemaligen Gartenschau wurde von einigen Bürgern missachtet. Auch an die Öffnungszeiten hielten sich manche Besucher nicht. Zudem gab es Probleme mit alkoholisierten Gästen. Eine weitere Konsequenz: Bis zu dem Zeitpunkt offene Nebenzugänge wie der am Kurenholtweg und der an der Friedrich-Wilhelm-Weber-Straße wurden geschlossen.

2011: Baugebiet wird geplant

In Stromberg wurde vor 15 Jahren bekannt, dass das Rewe-Awa-Center zum Ende des Jahres 2006 geschlossen werden sollte. Zu dem Zeitpunkt lief der Mietvertrag aus, und dieser hätte nur um fünf Jahre verlängert werden können. Das war dem damaligen Betreiber ein zu großes Risiko. Denn seine Einnahmen hätten sich nach der Eröffnung des Marktkaufs in Oelde und des Aldis in Stromberg verschlechtert, wie er damals erläuterte.

Im Sommer 2013 sollte im Baugebiet westlich von Polterkuhle und Nienkamp gebaut werden. Das war vor 10 Jahren Ziel der Oelder Verwaltung. Nachdem der zuständige Ausschuss grünes Licht für das geplante Baugebiet gegeben hatte, mussten im Folgenden die planungsrechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden. Klarer Auftrag der Politik war: Das Baugebiet sollte im Bereich Energieversorgung innovativ sein.

Rat beauftragt Verwaltung, Klimaschutzkonzept zu erstellen

Der Rat beauftragte die Verwaltung vor 10 Jahren, ein Klimaschutzkonzept zu entwerfen. Ausgehend davon sollte dann erneut über den Wunsch der Grünen diskutiert werden, im Rathaus einen Energiebeauftragten zu beschäftigen.

Ebenfalls vor 10 Jahren entschied sich, dass das Bürgerhaus in den bewährten Händen von Christian Pohlmann weitergeführt werden und damit „ein Haus der Vereine“ bleiben sollte. Außer ihm hatte zuvor ein weiterer Bewerber dem Rat ein Gastronomiekonzept vorgestellt.

Klimahaus wird nicht gebaut

Die Verantwortlichen von Forum Oelde entschieden vor 10 Jahren, dass die Ausstellung zum Thema Wetter / Klima nicht – wie bis dahin geplant – in einem Neubau eingerichtet werden sollte, sondern in einem Raum des Kindermuseums. Der Grund: Die Kostenkalkulation hätte sonst nicht eingehalten werden können. Ende 2010 hatte die Deutsche Bundesstiftung Umwelt Fördermittel von 125 000 Euro für das Projekt Wetter- / Klimahaus bewilligt. Damit sollte das inhaltliche Konzept finanziert werden.

Der evangelische Pfarrer Wolfgang Bovekamp wurde vor 10 Jahren in den Ruhestand verabschiedet.

Umbauarbeiten im Rathaus geplant

Im Oelder Rathaus sahen die Verantwortlichen vor 5 Jahren Handlungsbedarf: Das Bürgerbüro und der Eingangsbereich sollten für 200 000 Euro umgebaut werden.

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