Dienerinnen der Armen übernehmen Klosterfürbitte


Im Januar hat der Oelder Konvent der Dienerinnen der Armen die Klosterfürbitte für einen Monat übernommen.

Mit Beginn des neuen Jahres hat der Oelder Konvent der Dienerinnen der Armen die die Klosterfürbitte des Internet-Seelsorge-Portals www.haus-der-seelsorge.de übernommen. Das Foto zeigt fünf indische Schwestern beim Gottesdienst zum 50-jährigen Bestehen des Ordens im Jahr 2019 in der St.-Johannes-Kirche in Oelde. Archivfoto: Bischöfliche Pressestelle/Ann-Christin Ladermann

Oelde (gl) - Vor mehr als 50 Jahren hat die 1924 in Oelde geborene Petra Mönnigmann in Indien den Orden der Dienerinnen der Armen gegründet. Fünf indische Schwestern leben aktuell im Bernardushaus am Carl-Haver-Platz in Oelde. Schwester Jiji Maria, Oberin des Konvents in Oelde, und ihre Mitschwestern halten das Andenken an ihre Gründerin wach. 

„Das Gebet ist unsere Kraftquelle“

Im Januar haben die Schwestern laut Mitteilung des Bistums Münster eine besondere Aufgabe: Dann übernehmen sie die Klosterfürbitte des Internet-Seelsorge-Portals www.haus-der-seelsorge.de. 

„Das Gebet ist unsere Kraftquelle“, erklärt Schwester Jiji Maria dem Bericht zufolge. Sie sei überzeugt, dass dieses helfe, schwere Zeiten durchzustehen. „In der Anbetung nehmen wir uns besonders derjenigen an, die in Not sind, die leiden – unabhängig davon, ob wir diese Menschen kennen oder nicht“, sagt die Oberin. Die tägliche Anbetung werde auch der Ort sein, an dem die Fürbitten ausgesprochen würden, die die Dienerinnen der Armen über das Internet erreichten. 

Seit 1997 sind Schwestern auch in Oelde

Mit acht jungen Frauen begann Schwester Petra laut Mitteilung 1969 in Pattuvam, im Bundesstaat Kerala, ihre Berufung zu leben und für die Ärmsten der Armen da zu sein. „Heute sind wir rund 650 Schwestern in mehr als 90 Stationen“, berichtet Schwester Jiji Maria. Sie kümmerten sich um Kranke und Behinderte, um Alte, Waisen und HIV-Infizierte. 

Im Jahr 1997 habe sich der Orden entschlossen, einige Schwestern nach Oelde zu schicken, weitere des Konvents lebten in Haltern am See, Dorsten, Attendorn und Vinnenberg. Auch in Freckenhorst und Werl sowie in Fulda seien Schwestern in Krankenhäusern, Altenheimen und Pfarreien tätig. Zu den Schwestern ins Bernardushaus kämen regelmäßig Firmlinge, die etwas über das Leben der Dienerinnen der Armen erfahren wollten. Und auch die Schwestern selbst hätten im Alltag als Krankenschwestern und Küsterin Kontakt zu Menschen, denen sie von Schwester Petra erzählen. „So bleibt sie hier in Oelde weiterhin lebendig“, sagt Schwester Jiji Maria. 

Wer den Dienerinnen der Armen im Januar seine ganz persönliche Bitte anvertrauen möchte, kann das laut Mitteilung im Internet unter www.haus-der-seelsorge.de tun. Weitere Informationen zum Orden gibt es unter www.hilfswerk-schwesterpetra.de.

Texte und Fotos von die-glocke.de sind urheberrechtlich geschützt. Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.