Diskussion über Einsatz mit Diensthund in Oelde


Ein Video über einen Polizeieinsatz mit einem Diensthund in Oelde hat auf Facebook heftige Diskussionen ausgelöst. Nun hat die Polizei eine Erklärung abgegeben. 

Bei einem Polizeieinsatz in Oelde ist in der Nacht auf Sonntag auch ein Diensthund eingesetzt worden. Über die Szene mit dem Hund, die gefilmt und im Internet geteilt wurde, ist eine kontroverse Diskussion entbrannt. Die Polizei hat zu dem Einsatz jetzt Stellung bezogen. 

Oelde (gl) - Das kurze Video ist aus einiger Entfernung bei einem Polizeieinsatz auf einer Oelder Tankstelle aufgenommen. Vor allem eine Szene, bei der eine Einsatzkraft einen Diensthund anhebt und ihn in die Nähe eines Mannes bringt, hat auf Facebook eine kontroverse Diskussion ausgelöst. Die Polizei hat jetzt zu dem Einsatz, der sich bereits in der Nacht auf Sonntag ereignet haben soll, Stellung bezogen.

Flaschenwürfe an Tankstelle

In der kurzen Videosequenz, offenbar aufgenommen mit einem Smartphone, sind mehrere Polizeibeamte im heller erleuchteten Bereich zwischen Tankstellengebäude und Zapfanlage zu sehen sowie mindestens eine weitere Person. Gegen diesen geht der Diensthundeführer mit seinem Tier vor. Ob der Hund den Mann beißt, ist nicht eindeutig zu erkennen. Vor allem im Verlauf des Mittwochs kochte die Diskussion in dem sozialen Netzwerk dennoch hoch.

Die Pressestelle der Polizei teilte jetzt mit, dass die Beamten am Sonntag um 2.10 Uhr wegen mehrerer Flaschen werfender Personen zu dem Tankstellengelände im Oelder Süden gerufen worden seien. Dort seien sie auf mehrere Personengruppen getroffen. Um eine körperliche Auseinandersetzung zwischen den Gruppen zu vermeiden, hätten die Beamten Platzverweise ausgesprochen.

22-Jähriger mit hohem Aggressionspotenzial

Ein 22-Jähriger aus Oelde sei durch „ein hohes Aggressionspotenzial und mangelnde Kooperationsbereitschaft“ aufgefallen. Außerdem habe er als einziger der Aufforderung nicht Folge geleistet und sich auch geweigert, eine Glasflasche abzustellen. Die Beamten hätten dem Mann daraufhin angedroht, ihn zur Durchsetzung des Platzverweises und zur Verhinderung von Straftaten in Gewahrsam zu nehmen.

Weil andere Maßnahmen laut Polizei keinen Erfolg versprachen, kündigten sie auch den Einsatz eines Diensthundes an. Der 22-Jährige habe den Beamten dennoch weiterhin keine Folge geleistet und weiter provoziert, sodass der Diensthund zum Einsatz gekommen sei. Der Hund sei vom Hundeführer hochgehoben worden, um ihn gezielt in Richtung des Arms des Mannes einzusetzen. Diese Szene ist offenbar in dem Video zu sehen. Laut Polizei sei der Oelder anschließend kooperativer gewesen. Er habe oberflächliche Verletzungen erlitten, die im Krankenhaus ambulant behandelt worden seien. Anschließend sei der Mann ins Gewahrsam gebracht worden.

Diensthunde in verschiedenen Bereichen eingesetzt

In diesem Zusammenhang weist die Polizei darauf hin, dass Diensthunde in verschiedenen Bereichen eingesetzt würden. Sie unterstützten die Beamten etwa bei der Suche nach Vermissten, und seien in der Lage, Flüchtige zu verfolgen. Außerdem dienten sie als Schutz sowie als Hilfsmittel, um polizeiliche Maßnahmen durchzusetzen.

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