FWG Oelde fordert Wohnprojekte über den Bauverein


Im Rahmen ihrer Etatberatungen hat die FWG Oelde gefordert, dass die Stadt über den Bauverein preiswerten Wohnraum schafft.

Im Landhotel Meier Gresshoff in Oelde hat die FWG ihre Haushaltsplanberatungen abgehalten. Das Foto zeigt (v. l.) Thorsten Retzlaff, Wolf-Rüdiger Soldat, Achim Hakenholt, Jannik Desel, Ludger Lücke, Manuela Steuer, Karl-Friedrich Knop, Rolf Pickenäcker, Bernhard Poppenberg, Felix Knop, Thomas Stephan Populoh und Friedhelm Hoberg. Foto: Reimann

Oelde (gl) - Fraktion und Verein der Freien Wählergemeinschaft (FWG) Oelde haben jetzt im Landhotel Meier Gresshoff den Entwurf des Haushalts der Stadt für 2023 beraten. Für Fragen habe die gesamte Verwaltungsspitze zur Verfügung gestanden, sodass Projekte und Ausgaben im direkten Austausch hätten erläutert werden können, teilt die FWG mit. 

Forderung: Transparenz für alle Projekte

Die Projekte zur Erhaltung und zum Ausbau der Infrastruktur der Stadt standen demnach im Vordergrund. Ein Schwerpunkt der FWG liege seit vielen Jahren auf einer sparsamen und generationsgerechten Haushaltsführung, betonen die Verantwortlichen. Daher fordere man gerade unter den derzeitigen, krisenbedingten Risiken eine umfassende, frühzeitige Transparenz in der Planung der Projekte und eine breite öffentliche Diskussion zur Notwendigkeit einzelner Vorhaben und ihrer Ausgestaltung. Erkannte Risiken und Kostensteigerungen müssten umgehend dem Rat als Vertreter der Oelder Bürger mitgeteilt werden. 

Angesichts des überlasteten Wohnungsmarktes in der Stadt setzt sich die FWG dafür ein, dass künftig auch die Stadt selbst als Bauherrin und Vermieterin von Wohnprojekten zur Schaffung von preiswertem Wohnraum auftritt, um zum Beispiel Wohnraum für junge Familien und Auszubildende zu schaffen. Dies könnte, schreibt die FWG in ihrem Bericht, sehr gut über den Bauverein Oelde erfolgen. 

Handlungsbedarf bei Digitalisierung

Der bereits eingeschlagene Weg, Schulen und Kitas zukunftsfähig zu machen, müsse konsequent fortgesetzt werden. Um Strukturen der Verwaltung zu verschlanken und den Bürgern weiterreichende Dienstleistungen digital anbieten zu können, bestehe erheblicher Handlungsbedarf bei der Digitalisierung, der sich im Haushalt wiederfinden müsse. 

Klimaschutz-Controlling ist wichtig

Die Fortschreibung des Klimaschutzkonzeptes skizziere wichtige Handlungsfelder. Der Ratsbeschluss zur Klimaneutralität der Stadt erfordere das schnelle Umsetzen konkreter Maßnahmen. Ebenso wichtig ist laut FWG jedoch ein Klimaschutz-Controlling – ein regelmäßiger Realitätscheck, der Fehlentwicklungen aufzeigt. 

Damit könnten Schwächen schneller erkannt werden und Korrekturen erfolgen. Auch für den Weg zum Erreichen der Klimaziele sei eine weitgehende, breit gefächerte Beteiligung der Einwohner wichtig. Für diese Leistungen müssten angemessene Mittel vorhanden sein.

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