Grillabend: Oelder Familie erleidet Rauchgasvergiftung


Vermutlich ein Grill auf der Terrasse wurde für die Bewohner des Hauses zum Verhängnis. Drei Personen wurden auf einer Intensivstation behandelt.

Weil vermutlich von einem Grill Kohlenmonoxid in ein Haus zog, mussten fünf Patienten ins Krankenhaus gebracht werden. Ein Großaufgebot der Feuerwehr war am Donnerstagabend im Einsatz. Fotos: Eickhoff

Oelde (ei) - Großeinsatz der Feuerwehr am Donnerstagabend an der Helmut-Rahn-Straße: Weil vermutlich von einem Grill Kohlenmonoxid in ein Haus zog, mussten fünf Patienten ins Krankenhaus gebracht werden - drei auf eine Intensivstation. Das Haus wurde umgehend geräumt, vier Erwachsene und ein 13-jähriges Kind wegen des Verdachts auf Rauchgasvergiftung behandelt.

Zwei Personen liegen auf dem Boden

Gegen 21.20 Uhr haben die Bewohner der Doppelhaushälfte wegen Übelkeit den Notruf gewählt. Die Kreisleitstelle in Warendorf entsandte zunächst einen Rettungswagen sowie die hauptamtlichen Kräfte der Feuerwehr an die Einsatzstelle. Einsatzleiter Markus Becker berichtete nach den ersten Maßnahmen, dass die Warngeräte, die die Helfenden stets bei sich tragen, sofort Alarm schlugen.

Vor Ort fanden die Einsatzkräfte zwei Personen, die aufgrund ihres schlechten Gesundheitszustandes auf dem Boden lagen. Die Einsatzkräfte vor Ort brachten die Betroffenen in ein Nachbarhaus, wo sie zunächst behandelt und ihr Zustand stabilisiert wurde. Später wurden sie in umliegende Krankenhäuser transportiert.

Grill auf der Terrasse

Außer dem Löschzug Oelde, der mit 42 Einsatzkräften ausrückte, entsandte die Kreisleitstelle drei Notärzte sowie vier weitere Rettungswagen, darunter aus Beckum und Rheda-Wiedenbrück. Ferner eilten der Organisatorische Leiter Rettungsdienst sowie der Leitende Notarzt des Kreises zu der Unglücksstelle.

Die Warngeräte der Feuerwehr schlugen sofort Alarm.

Die Feuerwehrleute lüfteten das Gebäude intensiv, um die giftige Kohlenmonoxid-Konzentration zu reduzieren. Zwei Feuerwehrleute kontrollierten unter Atemschutz noch einmal alle Räume des Gebäudes und dokumentierten die Intensität des ebenso farb- wie geruchslosen Gases in der Atemluft.

Als Ursache des Gasaustrittes ermittelten die Rettungskräfte einen Grill auf der Terrasse, von dem der Rauch augenscheinlich durch ein geöffnetes Fenster ins Haus gezogen war. Nach etwa einer Stunde konnten die ersten Kräfte die Einsatzstelle wieder verlassen. Für die Dauer des Einsatzes war die Zufahrt ab dem Kreisverkehr gesperrt.

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