Maschinenbaubranche ehrt Dr. Reinhold Festge aus Oelde



Für sein unternehmerisches und ehrenamtliches Engagement ist der Unternehmer Dr. Reinhold Festge aus Oelde geehrt worden.

Der Preis Deutscher Maschinenbau ist am Dienstagabend bei einer Festveranstaltung des Verbands VDMA in Berlin an den Oelder Unternehmer Dr. Reinhold Festge verliehen worden. Foto: Anna McMaster

Oelde/Berlin (td) - Den Preis Deutscher Maschinenbau hat der persönlich haftende Gesellschafter der Oelder Drahtweberei und Maschinenfabrik Haver & Boecker am Dienstagabend beim 12. Deutschen Maschinenbau-Gipfel in Berlin entgegengenommen. Der Familienunternehmer sei in der Industrie „eine wahrlich feste Größe“, betonte Thilo Brodtmann, Hauptgeschäftsführer des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) in seiner Lobrede. Dr. Festge habe sich „mit Herzblut für die Menschen und die Themen des Maschinen- und Anlagenbaus engagiert“.

Unabhängige Jury wählt Preisträger aus

In seiner Zeit als ehrenamtlicher Präsident (2013 bis 2016) habe der Oelder „mit viel Empathie und klaren Worten“ die Herausforderungen der deutschen Schlüsselbranche angenommen, würdigte Brodtmann den gradlinigen Westfalen. Der nicht dotierte Preis wird jährlich von einer unabhängigen Expertenjury und der Fachzeitschrift „Produktion“ vergeben.

Ein Kernanliegen, das der studierte Mediziner und Betriebswirt Dr. Festge zeitlebens verfolgt hat, ist die Förderung der Auszubildenden im Maschinenbau sowie die berufliche Bildung. Durch seinen Einsatz, betonte Brodtmann, sei die „Nachwuchsstiftung Maschinenbau“ zu einer erfolgreichen Institution der deutschen Bildungslandschaft geworden.

Afrika ins Herz geschlossen

Unter Dr. Festges Führung (1987 bis 2013) hat Haver & Boecker sein Geschäft mit Drahtgewebe für wichtige Industriezweige sowie mit Maschinen für den Bereich Schüttgüter international aufgestellt. Heute ist das Familienunternehmen mit rund 3000 Mitarbeitern über Tochterfirmen und Vertretungen auf allen fünf Kontinenten aktiv.

Eine Region hat der Preisträger dabei ganz besonders in sein Herz geschlossen: Afrika. Vor fünf Jahren rief Dr. Festge das „Ausbildungsprojekt Afrika“ für die Länder Botswana, Kenia und Nigeria ins Leben. Der VDMA als Träger fördert dort vor Ort junge afrikanische Maschinenbau-Fachkräfte. „Wir müssen uns Märkte in Afrika aufbauen, und das können wir am besten, indem wir Leute in Afrika schulen“, sagte der 75 Jahre alte Dr. Festge bei der Preisübergabe vor 340 Gästen.

Texte und Fotos von die-glocke.de sind urheberrechtlich geschützt. Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.