Oelder Gesamtschülerinnen nähen aus Landkarten Teddys


Aus alten Landkarten haben Schülerinnen der Oelder Gesamtschule Teddybären genäht – und belegten beim Design-Wettbewerb den ersten Platz.

Aus ausgedienten Landkarten haben die Schülerinnen der Oelder Gesamtschule, (v. l.) Lana Meiwes, Marie Baxheinrich, Maya Schultenkemper und Jana Knubel, im Rahmen eines Kunstprojekts Teddybären genäht. Ihre Idee hatte Erfolg: Beim Schülerwettbewerb „Recycling-Designpreis – Ausgezeichnete Ideen“ belegten sie den ersten Platz. Fotos: Gesamtschule Oelde

Oelde (gl) - Mit Erfolg haben vier Zehntklässlerinnen der Gesamtschule in Oelde vor den Sommerferien gemeinsam mit ihrer Kunstlehrerin Ulrike Lindner am Schülerwettbewerb „Recycling-Designpreis – Ausgezeichnete Ideen“ teilgenommen. Sie belegten unter mehreren hundert Einreichungen den ersten Platz.

Idee: Aus ausgedienten Gegenständen etwas Neues schaffen

In dem internationalen Gestaltungswettbewerb ging es laut Mitteilung der Gesamtschule darum, aus ausgedienten Gegenständen oder Reststoffen originelle und nachhaltige Neunutzungen zu erschaffen. Ausgeschrieben worden sei der Wettbewerb vom Arbeitskreis Recycling Herford bereits zum zehnten Mal.

Die Schülerinnen Jana Knubel, Lana Meiwes, Maya Schultenkemper und Marie Baxheinrich hätten als Projekt aus dem Kunstunterricht auch eine Gestaltung eingereicht – und sich damit den ersten Platz des Designpreises für Schüler sichern können. In ihrem Projekt hätten sich die Schülerinnen mit alten, faltbaren Landkarten beschäftigt. „Diese Karten benutzt heutzutage kaum jemand mehr, denn sie wurden längst durch das Navigationsgerät im Auto oder durch verschiedene Karten-Apps auf dem Handy ersetzt“, heißt es.

„Teddys sind für viele Kinder seit jeher treuer Begleiter“

Der Öffentlichkeit präsentiert wurden die Teddybären aus Landkarten im Museum Marta in Herford. Der erste bis dritte Platz war mit einem Preisgeld in Höhe von jeweils 750 Euro dotiert. Das Foto zeigt Schülerin Maya Schultenkemper (l.) und Kunstlehrerin Ulrike Lindner.Und so seien die Schülerinnen auf die Idee gekommen, aus den Landkarten Teddys zu nähen. „Denn Teddys sind für viele Kinder seit jeher treuer Begleiter und bei Urlauben oder Ausflügen oft haltgebender Mitreisender.“

In diesem Projekt sollten die Bären der Gesamtschule zufolge nicht zum Kuscheln einladen. Vielmehr habe jedes Exemplar einen Wegweiser darstellen sollen.

Eigene Wege zu finden und zu gehen, sei für die Schüler aus der Jahrgangsstufe 10 aktuell besonders bedeutsam: Sie hätten seit einigen Wochen ihren ersten Schulabschluss in der Tasche und befänden sich dadurch vielleicht am ersten Scheideweg ihres Lebens. „Ob die Abzweigung in Richtung Ausbildung oder Abitur genommen wird, musste entschieden werden.“ Wo der neue Weg tatsächlich hinführe, sei noch nicht klar. Da helfe der Teddy, der die Schüler schon vorher zu neuen Orten begleitet habe.

Teddys sind Ende des Jahres in Berlin zu sehen

Um die Idee des wegweisenden Teddys umzusetzen, hätten die Schülerinnen aus den Landkarten laminierte Exemplare herausgesucht. Weitere Landkarten seien mit Wachs von Kerzenstümpfen eingerieben worden, um so eine wachsartige Oberfläche zu erzeugen. Dann sei ein Schnittmuster entworfen worden. „Anschließend füllten die Schülerinnen die genähten Teddys noch mit Watte aus ausrangierten Kissen.“ Zum Schluss sei ein gesammelter Stein zur Erschwerung in den Teddy gelegt worden, damit dieser sitzen könne.

Vom 3. November bis zum 3. Dezember in der Galerie Nord des Kunstvereins Tiergarten in Berlin zu sehen.

Texte und Fotos von die-glocke.de sind urheberrechtlich geschützt. Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.