Saisonstart im Stromberger Freibad im Gaßbachtal


25 Grad Wassertemperatur und die Möglichkeit, im Freien Bahnen zu ziehen, haben viele Stammgäste ins Gaßbachtal gelockt - aber nicht nur.

Die Stammgäste Susanne Schnatmann und Helmut Gauseweg schwimmen seit zwölf Jahren gemeinsam im Freibad im Gaßbachtal. Foto: Strikkeling

Stromberg (kati) - Als erstes in NRW hat das Freibad im Gaßbachtal Stromberg am Samstag die Türen für Badegäste geöffnet. Bei 25 Grad Wassertemperatur trauten sich nicht nur Stammgäste des Bades ins Wasser. Auch einige Politiker ließen sich das Anschwimmen nicht entgehen.

Hoffnung auf durchgehende Saison

„Ich finde es gut, dass wir passend aufmachen und dass wir die ersten sind“, sagt Manuela Behling, Fachangestellte für Bäderbetriebe im Stromberger Freibad, erfreut. „Die Leute sind begeistert.“ In den vergangenen zwei Corona-Jahren musste das Freibad aufgrund von Auflagen später öffnen, oder zwischendurch schließen.

„Könnt ihr es dieses Jahr nicht den ganzen Winter auflassen?“ fragt Stammgast Helmut Gauseweg, der seit 15 Jahren fast jeden Tag zum Schwimmen kommt. „Er ist immer der Erste an der Tür“, bestätigt Manuela Behling. „Hier trifft man Freunde und Bekannte, das sagt mir einfach zu“, sagt Helmut Gauseweg, „das ist klasse, einfach klasse.“ Anna Rüschoff ist auch jedes Jahr beim Anschwimmen dabei. „Ich finde es schön, weil es Spaß macht zu schwimmen“, berichtet die Zehnjährige.

„Ich bin kein Hallenbad-Schwimmer“

Der Vorsitzende des Fördervereins Gaßbachtal Hans-Ulrich Remfert freut sich, dass das Angebot gut bei den Gästen ankommt, „sie sind schlicht begeistert“. Außerdem freue er sich über die Gäste aus der Politik. „Ich habe darauf gewartet, dass es nach draußen geht, ich bin kein Hallenbad-Schwimmer“, sagt der Oelder CDU-Landtagsabgeordnete Daniel Hagemeier. Für ihn sei es besonders wichtig, die ehrenamtliche Arbeit im Gaßbachtal, der „Ruhe-Oase im Kreis“, zu unterstützen. Auch Landrat Dr. Olaf Gericke bedankte sich für das ehrenamtliche Engagement der Fördervereinsmitglieder. Er betonte, man bekomme „hier schön den Kopf frei“, durch das Schwimmen an der frischen Luft.

Zusätzlich zum Angebot, im Schwimmbecken Bahnen zu ziehen, hat auch der Kiosk von Marzena Schoel seine Türen geöffnet. Frisch renoviert und mit nachhaltigeren Verpackungen können sich die Badegäste über Klassiker wie Pommes und Currywurst, aber auch über Waffeln, Kuchen, Kaffeespezialitäten und vieles mehr freuen. „Ich hoffe, dass die Leute Spaß haben am guten Essen“, sagt Marzena Schoel. „Wir sind schon mal mit schlimmeren Temperaturen gestartet,“ erinnert sich Manuela Benning abschließend und freut sich, dass das Wetter dieses Mal mitgespielt hat. Wenn alles gut gehe, so der Fördervereinsvorsitzende Hans-Ulrich Remfert, dann solle auch das Kinderbad Anfang Mai eröffnet werden.

Angebot für Geflüchtete aus der Ukraine geplant

Oeldes Bürgermeisterin Karin Rodeheger erklärte anlässlich der Saisoneröffnung im Freibad im Gaßbachtal, die Stadt sei „unendlich dankbar“ für den ehrenamtlichen Einsatz. „Wir sind wie eine kleine Familie“, sagt Hans-Ulrich Remfert. „Wir hoffen, dass 2022 ein ganz normales Freibadjahr wird, mit gutem Wetter“, betont der Vorsitzende des Fördervereins. Gerade stehe auch eine weitere Überlegung im Raum. „Wir planen, ukrainische Familien unentgeltlich hier schwimmen zu lassen“, sagt die Bürgermeisterin als Zeichen des Willkommen-Heißens. Familien könnten sich ablenken, die Kinder Spaß haben, es sei damit eine Möglichkeit, „etwas Ruhe und Freude zu finden“.

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