Treffpunkt für ukrainische Familien in Oelde


Regen Zulauf ukrainischer Familien erfährt ein neuer Treffpunkt in Oelde. Diesen hat der SkF mithilfe mehrere Partner eingerichtet. 

Für Eltern und Kinder aus der Ukraine gibt es seit Kurzem einen Treffpunkt in Oelde. Das Bild zeigt (v. l.) Vitaliya Melzer (Treffpunkt-Leitung), Anastasia mit Max, Phillip Langenkämper (Pastoralreferent St. Johannes), Steffi Schindler (Treffpunkt-Leitung), Meike Westhoff (Leitung Evangelischer Wichernkindergarten), Lidiia mit Markian, Frederic Forthaus (Stellvertretende Betriebsleitung Pott’s), Ulrike Prüller (SkF Oelde) und Werner Hammelbeck (Service-Mitarbeiter Pott’s). Foto: SkF

Oelde (gl) - Für ukrainische Familien gibt es seit Kurzem in Oelde einen Eltern-Kind-Treffpunkt, um sich auszutauschen, gemeinsam zu spielen, sich zu bewegen und auch, „um die Sorgen ein Stück gemeinsam zu tragen“. Darüber informiert der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) im Kreis Warendorf.

Zahlreiche Unterstützer

Der SkF koordiniert und organisiert das Angebot. Dank Spenden von Mitarbeitern, Gästen und der Geschäftsleitung der Pott’s Brauerei in Oelde, der katholischen Pfarrgemeinde St. Johannes und der Aktion Lichtblicke hätte das Vorhaben nach Ostern in die Tat umgesetzt werden können. Seitdem verzeichne der Treffpunkt regen Zulauf ukrainischer Familien, schreibt der SkF. 

Zweimal wöchentlich findet das Treffen statt: jeden Dienstagvormittag im Oelder Kolpinghaus und jeden Donnerstagnachmittag im Evangelischen Wichernkindergarten an der Johannesstraße in Oelde. Die Evangelische Kirchengemeinde stellt dem Bericht zufolge ihre Kita an diesem Tag kostenfrei zur Verfügung. Die Stadt Oelde habe bei der Vermittlung der Spendengelder geholfen und übernehme die Energiekosten für das Kolpinghaus. Zwei Honorarkräfte, Vitaliya Melzer und Steffi Schindler, leiten den Eltern-Kind-Treffpunkt. Melzer spreche fließend ukrainisch, sodass es keine Verständigungsprobleme gebe.

Gefühl der Geborgenheit vermitteln

„Die ukrainischen Familien sollen sich hier in Oelde willkommen geheißen und angekommen fühlen. Oft mussten sie in aller Eile ihre Heimat verlassen“, erläutert Ulrike Prüller, SkF-Fachbereichsleiterin. „Die Eltern und ihre Kinder sollen bei uns die Möglichkeit haben, rauszukommen, sich geborgen zu fühlen, soziale Kontakte zu knüpfen und sich gegenseitig austauschen zu können.“

Der Nachwuchs habe bei den Treffen die Möglichkeit zum Spielen und Toben. „Mittlerweile öffnen sich die Kinder, sie bekommen Abwechslung in ihren Alltag“, sagt Fachbereichsleitung Prüller erfreut. Bislang ist der Eltern-Kind-Treffpunkt des Sozialdiensts katholische Frauen für ukrainische Familien der einzige im Kreis Warendorf.

Informationen zu Behördengängen

Beim Eltern-Kind-Treffpunkt für ukrainische Familien erhalten die Geflüchteten nach Angaben des SkF auch ein niederschwelliges Unterstützungsangebot. Das bedeutet, dass unter anderem darüber informiert wird, welche Anträge bei welchen Behörden beantragt werden müssen. Zudem werde den Teilnehmern Tipps gegeben, welche wichtigen Anlaufstellen es in Oelde und in der Umgebung gibt – auch mit Blick auf Freizeitaktivitäten.

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