Tschernobyl-Initiative Oelde nach 31 Jahren aufgelöst


Die Tschernobyl-Initiative Oelde hat vielen Kindern eine wertvolle Zeit beschert. Nun hat sie aus mehreren Gründe die Arbeit beendet.

Ein Blick in noch aktive Zeiten der Tschernobyl-Initiative Oelde: Mit einer Waffelbackaktion beim Sünninghausener Karneval haben (v. l.) die Vorsitzende Erika Pongritz, Susanne Schniederjohann, Irina Bröckelmann und Regina Beermann die Kasse aufgefüllt. 

Oelde (gl) - Die Tschernobyl-Initiative Oelde hat nach 31 Jahren ihre Arbeit beendet, unter anderem weil sich kein Nachfolger für den Vorsitz findet. 

„Alle sind traurig“

Am Donnerstagabend saßen die Verantwortlichen noch einmal mit Gastfamilien und Betreuern am Hohen Hagen zusammen. „Alle sind traurig“, sagt die Vorsitzende Erika Pongritz. 

Seit 1991 hat die Initiative jedes Jahr Kinder aus Belarus (Weißrussland) nach Oelde eingeladen, um sie körperlich und seelisch aufzubauen. Im Sommer 2019 war das letzte Mal eine Gruppe da. Dann kam Corona und die extrem politische Lage unter Führung von Präsident Alexander Lukaschenko – beides hält an. „Die Kinder kommen nicht mal aus ihrem Bezirk heraus, wir kriegen kaum Kontakt“, erzählt Erika Pongritz.

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