Am Heimathaus dreht sich alles um den Apfel



Wie bereitet man Apfelsaft zu? Diese und mehr Fragen hat der Heimatverein Füchtorf beim Apfelfest beantwortet.

Sandra Niemerg hilft hier Tyrese, Toni und Arian die Äpfel in den Apfelhäcksler zu schütten.

Füchtorf (dor). Blühende Apfelbäume sehen nicht nur schön aus, ihre Früchte sind auch sehr gesund und schmackhaft. Nicht umsonst finden sich Äpfel in vielen Getränken, Gerichten und Desserts wieder. Pro Kopf wurden in Deutschland im Jahr 2020/2021 rund 24,4 Kilogramm Äpfel gegessen. Der Füchtorfer Heimatverein ehrt das beliebteste Obst jährlich mit einem Apfelfest für Groß und Klein. Nun fand das Fest rund um das Füchtorfer Heimathaus statt.

Aus zehn Kilo Äpfeln werden bis zu sieben Liter Saft

„Ganz schön viel Arbeit“, befand Toni, als er sah, welche Schritte nötig waren, um aus Äpfeln Saft zu pressen. Der Grundschüler stand mit vielen anderen großen und kleinen Besuchern um den Apfelhäcksler herum, der aufgebaut worden war. Nachdem Arian, Tyrese und Toni mit Hilfe von Sandra Niemerg zwei prall mit Äpfeln gefüllte Eimer in den Trichter des Häckslers gegeben hatten, legte Niemerg selbst Hand an und bediente die Kurbel. Neugierig begutachteten die Umstehenden die darunter stehende Schüssel und das, was dort hineinfiel.

Schnell war klar: zu wenig. Irgendetwas klemmte. Für Praktikerin Sandra Niemerg kein Problem. Nachdem sie die Äpfel halbiert hatte, stimmte der Output: Im Nu war ein Berg Apfelhäcksel entstanden. Die Apfelhäcksel wurden im Anschluss in aufeinandergeschichtete Presstücher gegeben, die jeweils mit einem Blech beschwert wurden, und zwar so lange, bis sich ein regelrechter Apfeltuchblechturm gebildet hatte, der bis zur Presse hinaufreichte.

Backten eifrig Apfelpfannkuchen: (v. li.) Clemens Knappheide, Steffen und Jost Möllmann sowie Maria Krützkamp.

Mit Hilfe eines Hebels wurde die Apfelmasse per Hand gepresst, der pure Apfelsaft aufgefangen und anschließend sofort verköstigt. „Aus zehn Kilogramm Äpfeln erhält man im Durchschnitt sechs bis sieben Liter Saft“, erklärte Niemerg den Besuchern. Mit der Handpresse allerdings sei die Ausbeute um etwa 50 Prozent geringer.

Aber auf Höchstmengen kam es beim Apfelfest des Heimatvereins gar nicht an. Viel wichtiger war es den Organisatoren, wie der Vorsitzende Gregor Krützkamp berichtete, den großen und kleinen Besuchern das Lieblingsobst der Deutschen etwas näher zu bringen, ihnen live und hautnah zu zeigen, wie aus dem Apfel vom Baum beispielsweise Saft wird.

Nachdem die erste Kostprobe genommen und genossen worden war, warteten an anderer Stelle die Apfelpfannkuchen darauf, die Gaumen der Besucher zu erfreuen. Dieses Angebot wurde ebenso dankbar angenommen wie die Spielgeräte, wie Hüpfburg und Vier-Gewinnt-Spiel, welche für die jüngeren Gäste des Apfelfestes aufgebaut worden waren.

Wie Gregor Krützkamp sagte, sei das vorige Apfelfest vier Jahre her, umso größer sei die Freude aller Beteiligten, dass es in diesem Jahr endlich wieder geklappt habe. Die Füchtorfer wussten das Engagement des Heimatvereins zu schätzen. Sie dankten mit regem Besuch.

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