Ein Prosit der Gemütlichkeit beim Oktoberfest im Brook



Sie haben es krachen lassen beim Oktoberfest in Sassenberg: mit Blasmusik, Knutschbärn und feierlaunigen Gästen.

Prost: Das Sassenberger Oktoberfest war wie gewohnt ausverkauft. Die feierlaunigen Besucher genossen das Ambiente - und auch die Maß, versteht sich. Fotos: Baumjohann

Sassenberg (bjo). Natürlich war es nicht der bayerische Defiliermarsch, den das Gebrasa-Blasorchester intonierte, nachdem Josef Uphoff mit drei gezielten Schlägen am Samstag im Festzelt im Brook das Fass Freibier angeschlagen und damit den offiziellen Startschuss zum Sassenberger Oktoberfest gegeben hatte.

Preußens Gloria statt bayerischem Defiliermarsch

Stattdessen erklang „Preußens Gloria“ – das wäre auf der Theresienwiese in der bayerischen Landeshauptstadt wohl undenkbar. Und noch einen zweiten Vorteil des Sassenberger Oktoberfestes gegenüber dem Münchner original hatte Festwirt Frank Otte ausgemacht: „Hier gibt es auch schon Bier, bevor der Bürgermeister das erste Fass anschlägt.“

Gut so, denn die Gäste im ausverkauften Festzelt genossen es sichtlich, endlich mal wieder aus Maßkrügen trinken zu dürfen und ausgelassen feiern zu können. In den vergangenen zwei Jahren war das Sassenberger Oktoberfest schließlich abgesagt worden. 

Den musikalischen Auftakt machten wie gewohnt die Gastgeber: die Musikanten vom Gebrasa-Blasorchester.

Und so war auch Josef Uphoff nicht sicher, mit wie vielen Schlägen er das Bierfass nach zweijähriger Zwangspause würde anschlagen können. „Ein Übungsfass hat niemand vorbeigerollt“, scherzte der erste Bürger der Hesselstadt, bevor er zum Holzhammer griff und zur Tat schritt. Drei Schläge waren es schließlich, die Uphoff benötigte, um das Bier aus dem Fass strömen zu lassen. Dass sich der Zapfhahn später löste und noch einmal ins Fass geschlagen werden musste: Nebensache.

Denn im Mittelpunkt des Abends stand ganz eindeutig die Lust aufs Leben, die Lust am feiern, die Lust an einer ausgelassenen Party. Den Startschuss dazu setzte das Gebrasa-Blasorchester. Und für die klassischen Blasmusik – egal, ob es nun „Preußens Gloria“ oder der Marsch „Dem Land Tirol die Treue“ war – gab es viel Applaus und die ersten Oktoberfestgäste stiegen schon auf die Bänke. Na dann: „Ein Prosit der Gemütlichkeit!“

Richtig zum Kochen brachten allerdings erst die Steigerwälder Knutschbärn das Zelt. Die sechsköpfige Band, die seit 1989 auf der Bühne steht, hatte noch am Donnerstag vor dem Auftritt in der Hesselstadt in Zwickau aufgespielt. Und auch beim traditionellen Oktoberfest-Frühschoppen am Sonntagmorgen standen die Knutschbärn genau wie das Blasorchester wieder auf der Bühne.

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