Feuerwehr hat Übungslage schnell im Griff



Sassenberg (dor) - Menschenrettung, Wasserversorgung und die Zusammenarbeit bei Funkkommunikation, Abschnittsbildung und Einatzleitung, waren die Schwerpunkte der gemeinsamen Übung der Löschzüge Sassenberg und Füchtorf am Dienstagabend auf dem Firmengelände der Scheffer Krantechnik.

Realistische Darstellung: Unter einem Kastenträger eingeklemmter „Arbeiter“.

„Wir haben hier eine Verpuffung im Lacklager mit Brandausbruch, drei Personen in der Halle, eine davon mit Schweißbrenner unter einem Kastenträger aus Stahl eingeklemmt“, skizzierte der Stellvertretende Wehrführer Heinrich Otte das Szenario, das die Helfer erwartete. Während einige Kameraden die Wasserversorgung sichergestellten, nahmen sich Männer beider Löschzüge der Rettungsmaßnahmen im verrauchten Lacklager an.

Parallel dazu wurde die Rettung der eingeklemmten Person unter dem Kastenträger eingeleitet. Dabei war ein kühler Kopf gefragt, schließlich war die Puppe, die den Verletzten simulierte, nahezu komplett eingeklemmt. Diese Herausforderung meisterten die Kameraden trotz schlechter Sichtverhältnisse in der dunklen Halle ohne Schwierigkeit. Während einer von ihnen mit einem Stemmeisen den Kastenträger minimal hochhievte, schob ein anderer ein Hebekissen darunter. Das wurde aufgepumpt, wodurch der Träger etwas in die Höhe kam. Nun konnten die Kameraden den Verletzten vorsichtig darunter herausziehen.

 In der Zwischenzeit waren die anderen Personen im Lacklager gerettet und der Brandherd gelöscht worden. Ordnungsamtsleiter Martin Lüffe zeigte sich beeindruckt ob der Effizienz und Leistungsstärke der Wehr. Auch Einsatzleiter Reinhard Lietmann sowie Abschnittsleiter Patrick Hillebrand fanden nach Beendigung der Übung lobende Worte. „Der zeitliche Ablauf passte, die Kommunikation zwischen den beiden Löschzügen hat gut funktioniert, und das Auffinden der vermissten Person sowie die Rettung des Eingeklemmten haben gut geklappt“, urteilte Hillebrand.

Lietmann dankte der Firma Scheffer, die nach der Übung noch eine Führung durch die neuen Hallen und einen anschließenden Imbiss anbot, für das Entgegenkommen. „Es ist immer wieder wichtig, entsprechende Ortskenntnisse zu haben. Im Ernstfall müssen sich die Kameraden gut auskennen“, sagte Lietmann. „Je schneller sie hier sind und je besser sie sich auskennen, desto besser ist es im Notfall auch für uns“, weiß auch Bernd Scheffer, Betriebsleiter der Scheffer Krantechnik.

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