Gelungene Fuchsjagd beim Füchtorfer Verein St. Hubertus


Beim Reitverein St. Hubertus Füchtorf sind zwei Fuchsmajore gekürt wurden. Einmal ging es ganz schnell, einmal dauerte es länger.

Triumph-Ritt mit erbeutetem Fuchsschwanz: Nele Linning siegte bei der Fuchsjagd des Zucht-, Reit- und Fahrvereins Füchtorf. Foto: Hartwig

Füchtorf (th) - Als rundum gelungene Veranstaltung mit starker Beteiligung hat sich die Fuchsjagd des Zucht-, Reit- und Fahrvereins St. Hubertus Füchtorf erwiesen. Mehr als 40 Reiter, drei Kutschen und mehrere Planwagen fanden sich zusammen mit zahlreichen Zuschauern auf der Reitanlage des Vereins ein, um sich auf die rund 20 Kilometer lange Strecke zu begeben.

Zwei Felder

Nach einer Mittagspause trafen sich die Reiter, die in einem springenden und einem nichtspringenden Feld gestartet waren, gegen 15 Uhr wieder auf der Vereinsanlage. Dort stand auf dem neu angelegten Springplatz das traditionelle Fuchsschwanzgreifen an. Hierbei markierte ein Reiter mit einem an der Schulter befestigten Fuchsschwanz den zu jagenden Fuchs.

Anders als in Frankreich oder Großbritannien ist in Deutschland die Reit- oder auch Parforce-Jagd auf lebendes Wild bereits seit den 30er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts verboten. Als Ersatz haben sich hierzulande verschiedene Formen der Jagdreiterei etabliert, darunter die Fuchsjagden. Zudem gibt es Schleppjagden, die ebenfalls vorzugsweise im Herbst stattfinden. Bei der Schleppjagd verfolgt eine speziell dafür ausgebildete Hundemeute eine zuvor angelegte Duftspur. Das Jagdfeld reitet dann hinter der die Spur verfolgenden Hundemeute. Eine etwas weniger aufwendige Version sind die Schnitzeljagden, bei denen eine Spur etwa mit Hilfe von Sägespänen gelegt wird, der die Teilnehmer folgen müssen.

Im Galopp

Die Anwärter auf den Titel des neuen Fuchsmajors mussten versuchen, im Galopp den Fuchsschwanz zu erbeuten. Eine ganz schnelle Entscheidung gab es beim Ausreiten des Gästefuchsmajors für Teilnehmer, die nicht Mitglieder des Füchtorfer Vereins sind. Schon nach zwei Runden konnte sich Leni Lippmann vom Ennepetaler Reitverein, der eine langjährige Freundschaft mit den Füchtorfer Reitern pflegt, den Fuchsschwanz greifen.

Geschickte Jägerin

Deutlich länger dauerte es bei den hiesigen Reitern. Nach etlichen Runden erwies sich Nele Linning als die geschickteste Jägerin. Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung von der Jagdhornbläsergruppe Füchtorf, die auch bei der anschließenden Hubertusmesse in der Füchtorfer Kirche ihr Können bewiesen. Den Abschluss des Tages bildete das gemütliche Beisammensein im Casino der Vereinsanlage mit der Ehrung der neuen Fuchsmajore.

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