Geschichten an besonderen Orten



Sassenberg (sau) - „Es waren einmal zwei wirklich dumme Gänse in einem brennenden Haus.“ So beginnt ein Buch von Martin Baltscheit. Kinder im Alter von fünf bis sieben Jahren hörten diese und ähnliche Geschichten jetzt an besonderen Orten. 

Gespannt verfolgten die mitgewanderten Kinder die Geschichte von den dummen Gänsen, erzählt von Ingrid Grenz.  

Die moderne Fabel über Dummheit und Vorurteile – für alle, die zu gerne mit dem Feuer spielen, wurde natürlich zum Thema passend, nach einer kleinen Wanderung mit Bollerwagen und Büchern von der Bücherei zur Feuerwache, zwischen den Feuerwehrwagen vorgelesen.

Gespannt lauschten die Jungen und Mädchen der Geschichte von Anna und Emma, zwei Gänsen, die dümmer sind, als die Feuerwehr erlaubt. Erst kochen sie ihre Eier auf offenem Feuer und setzen die eigene Hütte in Brand. Und dann sind sie auch noch wählerisch, denn kein Tier ist gut genug, um sie zu retten: Der Elefant ist zu groß, der Bär zu dick, der Spatz zu klein und der Maulwurf zu blind. Die beiden schnattern so lange um die Wette, bis das Dach über ihnen zusammenfällt.

Und die Moral der Geschichte war für die kleinen Lesefreunde, die mitgekommen waren, natürlich sofort klar. „Man soll sofort die 112 anrufen!“, bemerkte der kleine David, als gefragt wurde, wie man sich denn korrekt verhalten solle.

So erzählten Renate Preuß und Ingrid Grenz vom Büchereiteam nicht nur schöne Geschichten, sondern brachten den Kindern noch nützliches Alltagswissen bei. Nachdem die kleinen Gäste bei der Feuerwehr noch kurz die Dienstwagen mit den großen Leitern und Spritzpistolen bestaunen durften, ging es mit dem Bollerwagen bei schönstem Sonnenschein weiter durch Sassenberg. Zweiter Stopp war am Freibad, wo die Geschichte „Drei Monster im Freibad“ erzählt wurde.

Auf dem Rückweg zur Bücherei machten die Kinder den letzten Halt an der Johannesschule im Brook. Passend zur Einschulung einiger Kinder in wenigen Wochen wurde die Geschichte „Ab heute sind wir cool“ von Susann Opel-Götz erzählt.

Hierin wird von zwei Erstklässlern berichtet, die auf jeden Fall „cool“ sein wollten, sei es beim Gucken von Horrorfilmen oder bis nach 22 Uhr wach zu bleiben. Am Ende fiel Beiden dann aber auf, dass „Coolsein“ ganz schön anstrengend ist und Kinder einfach Kinder sein sollen dürfen.

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