Großübung ist Herausforderung für Feuerwehr



Sassenberg (bjo) - „Es ist gut, dass diese Übung bei uns stattfindet“, freute sich Wehrführer Reinhard Lietmann. „Schließlich ist es auch für unsere Einsatzkräfte wichtig, regelmäßig den Ernstfall zu proben – und das unter möglichst realistischen Bedingungen.“

Jederzeit den Überblick über die Lage zu behalten, ist für die Rettungskräfte, hier im Bild Thomas Weil (Malteser Warendorf), wichtig.

Zusammen mit Martin Lüffe (Ordnungsamt) und Bürgermeister Josef Uphoff hatte Lietmann am Samstag die Großübung „Flamme 2012“ der Malteser aus der Erzdiözese Paderborn verfolgt, die im Herxfeld stattfand.

 Neben Malteser-Einsatzkräften waren auch die Kameraden der Löschzüge Sassenberg und Füchtorf an der Übung beteiligt. „Unsere Aufgabe ist es, die Verletzten aus dem verrauchten Schulgebäude zu retten und sie dann an die Einsatzeinheiten der Malteser zu übergeben“, schilderte Lietmann die Anforderungen, die der Realität bei einem tatsächlichen Einsatz sehr nahe kamen.

Mit Nebelmaschinen war das Schulgebäude fast vollständig verqualmt worden. Zudem sorgten Darsteller der DLRG für realistisch gespielte Verletzte und echt aussehende Verletzungen. „Je näher an der Realität eine Übung ist, desto besser ist es für unsere Kameraden, um auch im Ernstfall professionelle Hilfe leisten zu können“, weiß Lietmann.

Da sei es auch hilfreich, dass die Kräfte der realistischen Unfalldarstellung ihre Rollen perfekt spielten und die Einsatzkräfte unter anderem mit Schreien und Zittern, aber auch mit Uneinsichtigkeit konfrontierten. Von Seiten der Sassenberger Wehr hatte Patrick Hillebrand die Einsatzleitung inne. Mit Thomas Weil war bei der Großübung „Flamme 2012“ auch ein Warendorfer Maltesermitglied mit im Einsatz.

Im Übungsverlauf zeichnete der Rettungsassistent verantwortlich für die Organisation von Krankenhausbetten und die Zuweisung der Patienten zu den jeweiligen Krankenhäusern. Das Institut für Gefahrenabwehr aus St. Augustin, das die Übung beobachtete, habe im Vorfeld um Unterstützung gebeten, blickt Weil zurück. So sei er mit dem Führungsfahrzeug der Warendorfer Malteser im Einsatzabschnitt medizinische Rettung der Großübung tätig und unterstütze die Helfer aus der Erzdiözese Paderborn.

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