Holzwurm muss aus Gnadenkirche ausziehen



Sassenberg (dor) - Im neuen und frischen Glanz erstrahlt der Altarraum der evangelischen Gnadenkirche. „In der Kanzel und im Altar hatte sich der Holzwurm breit gemacht“, verrät Pfarrer Michael Prien, „und dagegen mussten wir etwas tun“. Gesagt, getan.

Über das stimmige und einheitliche Bild, das der Altarraum der Gnadenkirche jetzt bietet, freut sich Pfarrer Michael Prien.

Die Kanzel, der Altar und das Taufbecken wurden abgebeizt und mit neuer Grundierung versehen. Darüber hinaus wurden sie farblich an den Kerzenständer und den Ambo, der eine Holzverkleidung erfahren hat, angeglichen. Das Ergebnis ist ein sehr stimmiges, anheimelndes und einheitliches Bild. Besonders freut sich Pastor Michael Prien darüber, dass die Holzschnitte an der Kanzel und am Taufbecken jetzt viel stärker hervortreten.

Zuvor hat kaum jemand wahrgenommen, dass die Namen der vier Evangelisten Lukas, Matthäus, Johannes und Markus samt ihrer Bildnisse die Kanzel zieren. Genauso wenig auffällig waren die Schnitzereien am Taufbecken, die Fische, Korn und Trauben zeigen. Jetzt sind die Feinheiten wieder gut sichtbar.

Der aufmerksame Gottesdienstbesucher wird auch den neuen Kerzentisch rechts vor dem Altarraum zur Kenntnis genommen haben. Hier können Kirchbesucher für andere und zum Gedenken Verstorbener Kerzen anzünden. Zehn Tage hat die Restauration, die durch die Stiftung „Der gute Hirte“ und die Spenden der Gemeindeglieder finanziert wird, gedauert. Ebenso lange waren die vertrauten Gegenstände von der Bildfläche verschwunden. Für zwei Gottesdienste kam kurzerhand die alte Kanzel, die im Eingangsbereich des Gemeindehauses steht und die früher für Schulgottesdienste in Milte und Greffen genutzt wurde, wieder zum Einsatz.

„Das war überhaupt kein Problem“, sagt Pfarrer Michael Prien, der alle Gemeindeglieder einlädt, sich den neuen Altarraum mit eigenen Augen anzusehen. Eine Gelegenheit dazu bietet sich beispielsweise beim evangelischen Gemeindefest, das am 3. Juli ab zwölf Uhr auf dem Platz zwischen Kirche und Gemeindehaus gefeiert wird. Zuvor findet ein Familiengottesdienst statt.

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