In dunkler Jahreszeit sind Einbrecher aktiv



Sassenberg (dor) - Im vergangenen Jahr ist bundesweit die Zahl der Wohnungseinbrüche mit 132 595 Fällen gegenüber dem Vorjahr um 9,2 Prozent gestiegen. Jetzt mit Beginn der dunklen Jahreszeit steigt die Gefahr erneut, Opfer eines Einbruchs zu werden. Darüber wurden die Marktbesucher informiert.

Sowohl die Initiative K-Einbruch – eine Gemeinschaftsaktion der polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes – als auch der „Tag des Einbruchschutzes“ am 28. Oktober und das Netzwerk „Zuhause sicher“ verfolgen allesamt das Ziel, die breite Bevölkerung für das Thema zu sensibilisieren und die Einbruchzahlen langfristig zu reduzieren. Denn immer noch kann man eine Menge tun, um sich zu schützen, weiß Jürgen Gausebeck vom Kommissariat Kriminalprävention und Opferschutz der Kreispolizeibehörde Warendorf.

Der Kommissar zeigte jetzt gemeinsam mit Christian Griestop, Partner im Netzwerk „Zuhause sicher“ und Inhaber des Unternehmens Griestop Fensterbau, auf dem Wochenmarkt am Mühlenplatz Präsenz. Dort informierten die beiden die interessierten Marktbesucher, wie sie sich ganz individuell vor Einbrüchen schützen und welche Maßnahmen sie zusätzlich für mehr Sicherheit im eigenen Haus ergreifen können.

„Herunter gelassene Jalousien sind hauptsächlich in der Urlaubszeit ein Thema“, sagte Gausebeck. Mit Beginn der dunklen Jahreszeit aber seien es vielmehr dunkle Häuser, die Einbrecher anziehen. „Die Haupteinbruchszeit liegt zwischen 18 und 20 Uhr“, weiß der Kommissar. Deshalb rät er allen bei Abwesenheit, mit so einfachen Mitteln wie einer Zeitschaltuhr für ausreichende Beleuchtung im Haus zu sorgen.

Viele ließen die Außenbeleuchtung oder das Licht im Flur brennen. Das aber zeige wenig Wirkung. „Wichtig ist die Wohnraumbeleuchtung, hier muss es hell sein“, weiß Gausebeck. Damit die Einbrecher kein leichtes Spiel beim Aufhebeln von Fenstern und Türen haben, bieten sich zusätzliche Sicherungen und Beschläge an. Darüber informierte Christian Griestop die Marktbesucher.

Wie auch Gausebeck hatte er zahlreiche Materialien zum Veranschaulichen mitgebracht. Wer etwas Ungewöhnliches in seinem Umfeld und der Nachbarschaft bemerkt, solle nicht zögern, die Polizei anzurufen, so Gausebeck. Er verwies auch auf die polizeiliche Beratungsstelle, die unentgeltlich und kompetent alle Fragen rund um die eigene Sicherheit beantwortet.

Texte und Fotos von die-glocke.de sind urheberrechtlich geschützt. Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.