Kirchengemeinde ruft zu Spenden für Ukrainer auf



Die Bilder aus der Ukraine machen noch immer betroffen. Deshalb will die katholische Kirche in Sassenberg nun den Menschen helfen. 

Gemeinschaftsaktion: (v. l.) Benedikt Rake, Pastoralreferent der Gemeinde St. Johannes Baptist Beelen, Christian Tarner, Kirchenvorstand der Katholischen Kirchengemeinde St. Marien und Johannes, sowie der Leitende Pfarrer Andreas Rösner, organisieren den Spendenaufruf für die Hilfe in der Ukraine.  Foto: Wedel

Sassenberg (gl). Der Ukraine-Krieg dauert immer noch an. Die Bilder aus den Katastrophengebieten zeigen hilflose Menschen, die teils ohne Strom, ohne Wasser und mit wenig Essen auskommen müssen. Das erschwert ihnen im Moment das Leben nur noch mehr.

Hilfstransporter wird in die Ukraine geschickt

„Das ist eine Katastrophe, wie dort die Zustände sind. Strom fällt aus, die Menschen frieren und machen sich auf der Straße ein Feuer“, beobachtet der Leitende Pfarrer Andreas Rösner mit Besorgnis die Lage im Kriegsgebiet. Um den Menschen in der Ukraine vor Ort zu helfen, ruft die Katholische Kirchengemeinde St. Marien und Johannes in Sassenberg und Füchtorf dazu auf, zu spenden. „Wir schicken im Januar einen Lastkraftwagen mit Hilfsgütern in Richtung Ukraine“, sagt Rösner, der eventuell sogar mitreisen wird.

Die Gemeinde – auch in der erstmaligen Gemeinschaftsaktion mit der Pfarrei St. Johannes Baptist Beelen – sammelt beispielsweise haltbare Grundnahrungsmittel wie Nudeln, Reis, Mehl und Konserven, Hygieneartikel, medizinische Mittel und warme Kleidung für den Winter. Ebenfalls sind Decken, Rollstühle und Gehstützen erwünscht.

Wichtig: Die Güter müssen in gutem Zustand sein

Wichtig sei dennoch ein guter und sauberer Zustand der Hilfsgüter. „Wir sammeln ja keinen Müll. Es dient der Weiterverwendung durch die Ukrainer“, betont Rösner. „Wichtig ist, dass die Artikel einzeln in Kartons nach der jeweilige Art der Spende sortiert und beschriftet werden.“ Er bittet, wegen des Transports und der Sortierung auf Tüten zu verzichten. Geldspenden werden in Hilfsgüter umgewandelt.

Die verpackten Kartons können am Samstag, 17. Dezember, zwischen 9 und 13 Uhr auf dem Gebrasa-Gelände an der Schlossstraße abgegeben werden. Von dort aus fährt eine Spedition nach Lwiw, um die Hilfen persönlich an einem Verteilungsstützpunkt auszuhändigen. In Lwiw werden die Produkte aus Sassenberg sortiert und danach in der Ukraine verteilt. „Ein ukrainischer Pfarrer aus Münster hat uns mit den Informationen und Anregungen unterstützt. Uns ist auch wichtig, dass die Spenden wirklich dort ankommen, wo sie gebraucht werden“, betont Rösner.

Die Idee der Aktion trifft im Umfeld der Gemeinde und aus seinem Bekanntenkreis schon auf großen Zuspruch. „Ich habe schon einige positive Rückmeldungen erhalten, dass manche schon sammeln“, sagt Rösner.

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