Kreisfischereiverein: Mit hohem Aufwand zu Fördergeld


Besuch beim Kreisfischereiverein Warendorf am Feldmarksee in Sassenberg: Eine kleine SPD-Delegation war zu Gast.

Ortstermin mit Gedankenaustausch: (v. l.) Ralf Pomberg, der Vorsitzende Klaus-Peter Kranke, Annette Watermann-Krass, Kassierer Erich Frankrone, der Zweite Vorsitzende Mark Wisniewski, Sportwart Heiner Alck und der Vorsitzende des Landesverbands Horst Kröber.

Sassenberg / Kreis Warendorf (gl) - Knapp 38.000 Euro hat der Kreisfischereiverein vom Land Nordrhein-Westfalen über die Stadt Sassenberg im Rahmen des Förderprogramms „Moderne Sportstätten 2022“ erhalten. Davon soll nun das idyllisch gelegene Vereinsheim am Feldmarksee energetisch saniert werden.

Ein langer Weg

Doch bis dahin war es ein langer Weg, berichtet der Vorsitzende Klaus-Peter Kranke bei einem Besuch der SPD-Landtagsabgeordneten Annette Watermann-Krass und ihres parteiinternen Nachfolgers für die Bewerbung um ein Direktmandat, Ralf Pomberg. „Oft habe ich mir gewünscht, der Tag hätte mehr als 24 Stunden.“ Ohne die entsprechende Expertise, Büroausstattung und die nötige Zeit und Motivation sei der bürokratische Aufwand, um Fördergelder zu beantragen, nicht zu stemmen. Der Zweite Vorsitzende Mark Wisniewski ergänzt: „Verschiedene Prüfverfahren der unterschiedlichen Ebenen, die alle zum gleichen Ergebnis kommen, machen Vereinen zusätzlich das Leben schwer.“

Eine Bündelung und Vereinfachung in dem Bereich befürworten auch die SPD-Politiker Watermann-Krass und Pomberg, wie sie in einer Mitteilung erklären. „Mit der Geschäftsführung und dem Steuerrecht haben Vereine oft schon genug Arbeit – und das in den meisten Fällen ehrenamtlich. Seitens der Landesregierung und des Kreises muss der Weg zu wichtigen Förderungen vereinfacht werden, damit die Summen auch abgerufen werden können, und zwar von jedem Verein, der Anspruch darauf hat.“

Lob von der Abgeordneten

Nicht nur Anträge und Prüfverfahren waren Thema des Austausches. Als Mitglied des Umweltausschusses im Landtag verfolgt Watermann-Krass nach eigenen Angaben interessiert den breitgefächerten Verantwortungsbereich des Fischereivereins. Besonders lobte sie den großen Einsatz des Vereins für zwei größere Renaturierungsmaßnahmen an der Ems. Anerkennung dafür kam auch vom Vorsitzenden des Landesfischereiverbandes Westfalen und Lippe, Horst Kröber: „Der Aufwand und die Risiken, die der Verein regelmäßig eingeht, um die Renaturierung der Gewässer in der Region zu realisieren und voranzutreiben, sind enorm.“

Aktive Jugendgruppe

Auch die Jugendarbeit kommt am Feldmarksee in Sassenberg und anderswo nicht zu kurz, weiß Heiner Alck, der Sportwart des Kreisfischereivereins, zu berichten: „Unser Schnupperangeln für Groß und Klein findet regelmäßig sehr großen Andrang. Darum kümmert sich unter anderem unsere unglaublich aktive Jugendgruppe.“

Mehr als nur angeln

Derzeit sind fast 70 Mitglieder des Vereins im jugendlichen Alter. Wenn die Pandemie es zulässt, finden neben dem Schnupperangeln und betreuten Angelterminen auch weitere regelmäßige gemeinsame Aktionen und Schulungen statt. Im Fischereiverein wird eben nicht nur geangelt.

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