Kurze Berichte der Schützenbrüder St. Hubertus


„Wir brauchen Sicherheiten!“ Es war ein klarer Auftrag von Brudermeister Franz Josef Abeck an Bürgermeister Josef Uphoff (CDU).

Sassenberg (jor) - Denn unter Tagesordnungspunkt acht, „Ausblick auf das Schützenjahr 2022“, konnte Abeck bei der Generalversammlung der Schützenbruderschaft St. Hubertus Gröblingen-Velsen nahezu ausschließlich Eventualitäten verkünden. Einzig für den 18. September steht als gemeinsame Veranstaltung mit dem Bürgerschützenverein Füchtorf ein Dämmerschoppen mit bayrischem Flair auf dem Füchtorfer Schützenplatz fest. Doppelkopfturnier, Winterfest, Schützenfest, Generalversammlung: „Wissen wir nicht“, so die enttäuschte Einschätzung des Brudermeisters. 

Gedenken an Janika Schulze Heuling

Wobei durchaus Stimmen laut wurden, die Generalversammlung auch künftig, wie nun geschehen, bei Sonnenschein an der frischen Luft auf dem Schützenplatz abzuhalten. Ein ungewöhnlicher Ort und und eine ungewöhnliche Zeit. Mit diesen Worten hatte Brudermeister Abeck die Sitzung auch eröffnet, die aufgrund rechtlicher Vorgaben zu erfolgen hatte. 

Vor den Wahlen standen ein Grußwort des Bürgermeisters sowie ein schriftlicher Gruß der kommissarischen Landesbezirksbrudermeisterin Gisela Sonnabend. Das anschließende Totengedenken war von allgemeiner Bedrückung gekennzeichnet. Nicht nur weil wegen des langen Abstands zur vorherigen Versammlung eine Vielzahl an Namen genannt wurde, sondern speziell auch wegen des Erinnerns an Janika Schulze Heuling, die erst vor wenigen Wochen in jungen Jahren aus dem Leben gerissen worden war. Man habe in ihrem Gedenken beschlossen, die Hutsammlung als Spende an den Verein Fontanherzen zu geben, ebenso die Einnahmen aus dem sonntäglichen Getränkeverkauf, erläuterte Abeck. 

Verantwortliche werden wiedergewählt

Die Regularien konnten ohne Aufwand abgearbeitet werden. Schriftführer Andreas Hörstmann verlas Protokoll und Jahresbericht. 507 aktive und 41 Ehrenmitglieder hat die Bruderschaft derzeit. Der Vorstand wurde entlastet. Bei jedem Wahlvorschlag ertönte laut das Wort Wiederwahl. Ludger Schräder, Berthold Achtermann und Matthias Hellweg wurden auf diese Weise in ihren Ämtern bestätigt – ebenso Hubert Schulze Roberg, der zugleich als Oberst wiedergewählt wurde, und Rudi Schulze Roberg, der wieder zum Schießmeister ernannt ist. 

Die Berichte der Abteilungen waren coronabedingt kurz. Für die zurzeit 45 Mitglieder starke Ehrengarde sagte Jan Brocks: „Ich hätte gerne mehr zu berichten“. Auch Heinz-Josef Micke hatte nur wenige Infos aus der Schießriege auf dem Zettel. Johanna Krieft berichtete aus der Damengarde und betonte deutliche Vorfreude auf das Jahr 2022.

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