„Late.Night“-Gottesdienst zum Glauben und Feiern


Modern, erfrischen und für junge Leute: Das Projekt „Late.Night - glauben.leben.feiern“ will junge Sassenberger in die Kirche holen.

Kirchen anders gedacht: (v. l.) Sarah und Marlies Kraßort, Pastoralreferent Michel Dornbusch und Enno Recker freuen sich auf die Premieren von "Late.Night." Foto: Rieder

Sassenberg / Füchtorf (jor). Late Night – das klingt nach Show und Feiern. „Show nein, feiern ja“, sagt Pastoralassistent Michel Dornbusch, der gemeinsam mit Sarah und Marlies Kraßort sowie Enno Recker einen Wortgottesdienst unter dem Titel „Late.Night – glauben.leben.feiern“ vorbereitet hat.

Modern und mit einer Sprache, die junge Menschen erreicht

Alle Interessierten sind eingeladen, diesen sehr modern gehaltenen Abend mitzuerleben und mit zu „feiern“. In Sassenberg am 10. Oktober ab 19 Uhr, in Füchtorf am 12. Dezember ebenfalls ab 19 Uhr und gegebenenfalls bei einem weiteren Termin in Beelen. 

Viele Menschen fühlen sich oft nicht durch den traditionellen Sonntagsgottesdienst abgeholt, weil dem unter anderem die Alltagssprache fehle, weiß Dornbusch aus Gesprächen. Aus ihnen und Mitteilungen auf Feedbackkarten sei die Idee zu diesem anderen, von Laien gehaltenen Gottesdienst entstanden, der sich mehr am Leben der Menschen in der Gemeinde orientieren soll. 

Gewissen Elemente bleiben, aber es wird Überraschungen geben

Für die Ausgestaltung haben sich zwei Projektteams zusammengefunden. Gewisse inhaltliche Elemente werden bleiben, aber es sollen eben auch Überraschungen auf die Gottesdienstbesucher warten. Beispielsweise könnten sie animiert werden, selbst – sehr persönliche – Fürbitten zu schreiben und diese auf den Altar zu legen. 

„Daraus könnten wir einige vorlesen“, überlegt Dornbusch, der bereits verspricht: „Gekniet wird nicht.“ Aber gesungen. Zwar mit Maske, aber immerhin. Lichteffekte können vorkommen, sie gäben der Kirche eine andere Atmosphäre, sagt Enno, mit 15 Jahren der Jüngste im Team. Er hofft, dass mit modernerem Konzept, wie dem auf Deutsch gerappten Eröffnungssong, mehr junge Leute angesprochen werden und er mit seiner Teilnahme einen Mitmacheffekt auslöst.

Themen aufgreifen, die Jugendliche interessieren

„Vielleicht kommen nur zwei mit mir mit“, sagt Enno. „Aber wenn ich nicht mitmache, kommt davon keiner.“ Die noch amtierende Schachblumenfee Sarah Kraßort, plädiert für aktuelle, jugendliche Themen. Mobbing beispielsweise könne durchaus ein solches Thema sein, sagt die 20-Jährige. 

Ihre Mutter Marlies wünscht sich, dass insgesamt ein breiteres Altersspektrum angesprochen wird, als es derzeit mit der Heiligen Messe der Fall ist. Sie wollen allerdings keine Konkurrenz dazu sein. Vielmehr solle „Late.Night – glauben.leben.feiern“ am Sonntag in der St. Johannes Evangelist ein zusätzliches Angebot darstellen, das – wieder oder neu – Lust auf Kirche machen soll.

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