Grüne: Nach 16 Jahren tritt Schumacher kürzer


Nach 16 Jahren tritt Albert Schumacher kürzer bei den Bündnis-Grünen. Das ergab die Versammlung am Montagabend.

der frisch gewählte Vorstand mit (v. li.) Ansgar Russell, Laurenz Wienhold, Erich Lentz, Norbert Westbrink, Detlef Michalczak und Albert Schumacher.

Sassenberg (dor) - Wenn Albert Schumacher bei den nächsten Vorstandssitzungen der Ortspartei Bündnis 90/Die Grünen da mal nicht langweilig wird: Seit 16 Jahren war er als Kassierer und Protokollant im Vorstand tätig. Dieses Amt hat er nun auf der Mitgliederversammlung am Montagabend in der Mühle in die Hände von Erich Lentz gegeben.

Schumacher bleibt der Ortsgruppe jedoch als Beisitzer erhalten. Ihm zur Seite wird Detlef Michalczak stehen. Diesen wählte die Versammlung genauso einstimmig wie die Kassenprüfer Ansgar Russell und Laurenz Wienhold. 

Westbrink und Hartmann-Niemerg werden wiedergewählt

An der Spitze gibt es indes keinen Wechsel. Mit der Wiederwahl von Norbert Westbrink und Georg Hartmann-Niemerg sprachen die Grünen der Vorstandsspitze ihr Vertrauen aus. Angesichts der vielen Aktivitäten, die Corona-bedingt nicht haben stattfinden können, gab es nach Worten Westbrinks nicht allzu viel zu berichten. 

„Aber wir haben viele Anträge gestellt.“ Hier nannte er die Sassenberger Gutscheinaktion, bei der die CDU mit im Boot war, ebenso wie den Antrag zur Förderung von Lastenrädern, der Antrag auf Aufstellung von Verkehrsanzeigen, auf die Schaffung grüner Infrastruktur und der Beteiligung an dem Projekt Klimaresidenz und Kommune. 

Während die Gutscheinaktion Ende des Monats ausläuft, sind die ersten drei bis vier Lastenräder bereits angeschafft und gefördert worden, informierte Westbrink. Wie er weiter sagte, war der Antrag mit 5000 Euro im Haushalt der Stadt aufgenommen worden. 

Warum gibt es keinen Klimaschutzmanager für den ganzen Kreis?

Auch freuen sich die Grünen, dass von den beantragten Verkehrszeichen zwei Exemplare Eingang in den Haushalt fanden. Wie Westbrink bekanntgab, können diese in Kürze aufgestellt werden. Was das Begrünen von Flachdächern angehe sowie die Schaffung von Blühstreifen, so warte man auf den neuen Klimaschutzmanager der Stadt, der aus den Reihen der Verwaltung komme und derzeit entsprechend auf seine neue Aufgabe vorbereitet und geschult werde. 

Erich Lentz merkte kritisch an, dass diese Aufgabe eines echten Fachmanns bedürfe. Auch fragte er sich, warum jede Kommune ihren eigenen Klimaschutzmanager bräuchte. Seines Erachtens säßen im Kreis genügend Fachleute, die diese Aufgaben kreisweit bündeln und erledigen könnten. 

Wie Westbrink fortfuhr, hoffe man in der Causa Drostengarten auf Zuschüsse, beim Freibad habe sich der Rat auf einen Entwurf geeinigt. Bei den Regularien votierte die Versammlung einstimmig dafür, die Amtsträger einmalig für eineinhalb Jahre zu wählen, damit die Wahl, dann wieder im März 2023 stattfinden kann.

Die Anwesenden einigten sich zudem darauf, die Spendenhöhe der eigenen Ratsmitglieder, die seit der letzten Kommunalwahl auf vier angewachsen sind, von derzeit 500 auf 300 Euro zu drosseln.

Verwundert zeigten sich alle Beteiligten, dass es den Kommunen von der Bezirksregierung untersagt worden war, für die Flutopfer zu spenden. Eine Kommune dürfe ihre Haushaltsmittel nur für die Angelegenheiten der örtlichen Gemeinschaft einsetzen, hieß es dazu in einem Schreiben der Bezirksregierung.

Texte und Fotos von die-glocke.de sind urheberrechtlich geschützt. Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.