Nikolaus besucht Kinder im Schneetreiben



Der Nikolaus hat Sassenberg besucht. Im Gepäck: Viele lobende Worte für die Kinder, Süßes und einen klugen Rat fürs Aufstellen der Schuhe.

Im Schneegestöber lauschten Knecht Ruprecht (Norbert Rutte), der Nikolaus (Frank Deitert) und  Herold Christian Borgmann den Vorführungen der Kinder. Foto: D. Reimann

Sassenberg (gl). Lustig, lustig, traleralala, heut’ ist Nikolausabend da. Nicht nur zur Freude der zahlreichen Kinder, die mit ihren Laternen gebannt am Hesselufer stehen und auf den Nikolaus warten.

Nikolaus: „Ich bin mindestens genauso aufgeregt“

Nein, auch der heilige Mann verspürt in den Minuten kurz vor seiner Ankunft das ganz besondere Kribbeln. „Ich bin mindestens genauso aufgeregt wie die Mädchen und Jungen“, sagt der Nikolaus (Frank Deitert). Das liegt nicht nur daran, dass er sich auf das Wiedersehen freut. Ein Grund spielt auch das Fortbewegungsmittel, mit dem der Nikolaus in Sassenberg eintrifft.

Mit dem Boot schippert der Schutzpatron der Seefahrer und Kinder über die Hessel. Sein Kommen kündigen vor ihm Herold Christian Borgmann und Knecht Ruprecht (Norbert Rutte) an. Flankiert werden ihre Boote von Kindern, die den Reisenden mit Fackeln den Weg flussaufwärts weisen.

Herzensangelegenheit: Herold Christian Borgmann überreichte den Kleinsten die gepackten Nikolaus-Tüten.

Und dann ist er da, der Moment, auf den nicht nur die Kleinen, sondern eben auch die Großen hingefiebert haben: das erste Winken der Kinder, der erste Augenkontakt, das große Willkommen-Heißen. „Ein magischer Moment“, wie Deitert sagt – mit strahlenden Augen und leichtem Herz. Gemeinsam mit den Kindern zieht er zur Johannesschule. Im Gepäck haben er und sein Gefolge nicht nur 850 bunt-gemischte Tüten für die Kinder, sondern auch sein Goldenes Buch.

Wenn man den Worten des Nikolauses lauscht, dann sind Sassenbergs Kinder anscheinend ganz schön brav gewesen. So lobt er die kleine Mia, die wenig Fernsehen geschaut hat und stattdessen lieber in Büchern stöbert. „Lesen macht nämlich schlau.“ Oder den jungen Leon, der immer schön seine Zähne putzt, damit er keine Löcher bekommt und zum Zahnarzt muss. Und auch Emma wird hervorgehoben, trägt sie doch stets ihren Helm, wenn sie mit dem Fahrrad fährt.

Nikolaus rät: „Nehmt lieber die Gummistiefel“

Weil die Mädchen und Jungen so brav sind, hat der Nikolaus auch noch einen unschlagbaren Tipp für sie parat – von Experte zu Experten. „Wenn ihr heute Abend die Schuhe aufstellt, dann nehmt lieber die Gummistiefel. Da passt mehr rein“, sagt er und lächelt fast schon verschmitzt.

Seinen Empfang verschönern die Schüler der Johannesschule mit Gedichten und Liedern, ehe sich die Mädchen und Jungen ihre Tüten abholen können. Die waren vom Nikolauskomitee mit Schokolade, Nüssen, Klementinen und einem Schokoladenweihnachtsmann gefüllt worden.

Ein ganz schön anstrengender, aber toller Job: Rund 850 Tüten verteilten der Nikolaus und seine Helfer.

Beim Besuch des Nikolauses in Sassenberg waren gestern auch Vereine beteiligt. So war nicht nur die Feuerwehr oder das Gebrasa-Blasorchester vor Ort, sondern auch das Rote Kreuz, Mitarbeiter des Bauhofs und die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft, „da es sich auch um eine Veranstaltung zu Wasser handelt“, wie Frank Deitert vom Nikolauskomitee erklärte.

 Dass der Nikolaus jedes Jahr so viele Mädchen und Jungen erfreuen kann, ist nicht zuletzt auch all den langjährigen Unterstützern und Sponsoren zu verdanken. Frank Deitert dankte der Stadt Sassenberg, Sparkasse und Volksbank, FWG, Bündnis 90/Die Grünen sowie den ehemaligen Königen für ihre großzügige Unterstützung, auch beim Helfen beim Packen der 850 Tüten. „Es ist kein Kind leer ausgegangen“, sagte Deitert.

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