Pfadfinderstamm feiert Geburtstag 



Sassenberg/Einen-Müssingen (coss) - Eigentlich fahren die Pfadfinder aus Sassenberg jedes Jahr in ein Zeltlager, und auch in diesem Jahr war das so. Doch diesmal ist es ein ganz besonderes Lager, denn die Pfadfindergruppe der Hesselstadt feiert ihr 20-jähriges Bestehen.

Seit 20 Jahren existiert der Sassenberger Stamm der St.-Georg-Pfadfinder. Das wurde im Rahmen des traditionellen Pfingstlagers der Kreis-Pfadfinder zünftig gefeiert.

Auch das traditionelle Pfingslager der Pfadfinder des Kreises Warendorf gibt es seit 20 Jahren, und dieses Ereignis ist immer wieder ein Höhepunkt im Veranstaltungskalender.

 Die Jugendlichen mussten ihre Zelte auf dem Hof von Heinz Holtkötter in Müssingen allein aufbauen, das ist schon ein Abenteuer für sich. Wo musste gleich der Hering hin, und warum ist jetzt eine Stange übrig? Als ein Zelt kurz nach dem Bezug noch einmal in sich zusammenfiel, war das Gelächter groß. Anschließend halfen alle mit, damit der Aufbau im zweiten Anlauf besser klappte.

Laura Meinersmann, Leiterin der „Jupfis“ ist jedesmal wieder von dieser Hilfsbereitschaft ihrer Schützlinge begeistert: Jeder hilft jedem, die Kleineren helfen sich untereinander, die Größeren helfen den Kleinen und alle zusammen helfen sich gegenseitig. Pfadfinder sind gerne, und zwar ohne Handy, MP3-Player oder Gameboy, in der freien Natur unterwegs, auch wenn es in Strömen regnet. Die Zelte waren noch nicht ganz aufgebaut, da öffneten sich auch schon die Schleusen des Himmels über Einen-Müssingen und ließen das Lager fast „baden gehen“.

Doch die Pfadfinder nahmen es gelassen, sie kramten ihre Gummistiefel aus den Taschen und bauten das Lager weiter aus, schließlich sollte es am Abend eine zünftige Aufstiegsparty für zwölf Neu-Pfadfinder geben. Dabei müssen die Anwärter verschiedene Prüfungen bestehen, beispielsweise Schokoküsse mit überraschendem Inhalt essen oder Gummibärchen mit dem Mund aus einer Wasserschüssel fischen. Ihr neues Tuch, an dem man sie als vollwertige Pfadfinder erkennen kann, war dann in einer Schüssel Wackelpudding versteckt. Alle Kandidaten schafften ihre Aufstiegsprüfungen mit Bravour und hatten nebenbei einen Mordsspaß.

Natürlich stand auch das beliebte „Wutzspiel“ auf dem Programm, eine Mischung aus Rugby, Fußball und Catchen. Das kann dann schon mal bis zu zwei Stunden dauern. Doch auch die Vorbereitungen für die Abschlussmesse mit Pastor Andreas Rösner und den Eltern hielten die Jungen und Mädchen in Atem. Zum Abschluss gab es für die Eltern eine Frage- und Rateshow, in der sogar internationale Gäste auftraten: Die Gruppe Culcha Candela sowie US-Sängerin Rihanna gaben sich die Ehre, mischten sich unter die Pfadfinder und sangen ihre bekannten Hits. Jetzt freut man sich auf die nächsten 20 Pfadfinderjahre.

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