Polizei übt mit Sassenberger Kindern



Sassenberg (sau). Der Nachwuchs kann die komplizierten Zusammenhänge des Straßenverkehrs noch nicht verstehen. Die Mädchen und Jungen vermögen nicht abzuschätzen, welche Ursache zu welcher Folge führt.

Die Fähigkeit, sich sicher auf der Straße zu bewegen, müssen Kinder erst erlernen. Sie lassen sich durch die vielen Reize auf der Straße häufig ablenken. Das kann für Gefahren sorgen.

Daher sind klare Regeln für sie auch gerade im Straßenverkehr von lebenswichtiger Bedeutung, denn aufgrund ihrer geringeren Größe können Kinder die Straße nicht so gut überblicken wie Erwachsene.

Eltern dabei

Aus diesem Grund besuchte der Verkehrssicherheitsberater der Polizei, Theo Pier, am Donnerstag die ersten Klassen der Johannesschule. Zu diesem Termin waren allerdings nicht nur die Kinder eingeladen, sondern auch deren Eltern. In dem zweistündigen Übungskursus lernte der Nachwuchs wichtige Verhaltensmuster beim Überqueren von Straßen mit und ohne Ampel, von Zebrastreifen sowie von Straßen ohne Bordsteinkante kennen. Polizeioberkommissar Pier rät, sich den Spruch „Bordstein flach, hallo wach“ besonders einzuprägen. Denn an Einfahrten und Ausfahrten müssen Kinder besonders auf Fahrzeuge achten. Auch für die Eltern hielt Pier einige Tipps und Tricks bereit, um den Schülern einen möglichst sicheren Weg zur Schule zu ermöglichen. So gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Kinder morgens zur Schule zu schicken. „Wenn die Kleinen morgens in das Auto einsteigen, achten Sie auf den Gebrauch eines Kindersitzes“, riet Piel. Weiterhin müsse geschaut werden, ob der Gurt nicht verdreht sei und nicht zu dicht am Hals des Nutzers sitze. Im Gefahrensituationen und bei einer hektischen Bremsung könne dies zu Verletzungen führen. Für Eltern, die ihre Sprösslinge zur Johannesschule bringen, hält Piel folgenden Tipp bereit: „Lieber das Kind am Marktplatz absetzen und nicht direkt bis zum Schultor fahren, da morgens wenig Platz vor der Schule ist und dadurch Gefahrensituationen entstehen können.“

Zum Mühlenplatz

Da biete sich besser der Mühlenplatz an, weil das Kind durch den kurzen Weg zur Schule auch die eigene Aufmerksamkeit für den Verkehr schärfe. Vom Gebrauch der „City Roller“ und auch „Scooter“ genannt hält der Polizist absolut nichts. Durch die kleinen Räder könne man schnell in einem Kanaldeckel steckenbleiben oder auf dem nassen Laub ausrutschen. Wichtig sei außerdem, dass der Fahrradhelm auf die Kopfform eingestellt sei.

Refletor-Weste

Moderne Fahrradhelme verfügen über eine Einstellschraube an der Rückseite, durch die sich die Kopfgrößenhalterung stufenlos regeln lasse. Helme sollten nicht von Generation zu Generation weitergegeben werden, da auch sie ein Verfallsdatum besitzen. „Nach ungefähr fünf bis sieben Jahren hat ein Helm ausgedient und sollte ausgetauscht werden, da das Material spröde wird und im Falle eines Sturzes nicht mehr die attestierte Stabilität liefert“, erklärte Piel. Gegen Ende des Trainings erhielten alle Teilnehmer eine reflektierende Westen, um in der kommenden dunklen Jahreszeit besser gesehen zu werden.

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