Schmuckes Heim für 7,2 Millionen Euro



Sassenberg (ra) -Seit dreieinhalb Jahren haben im Altenzentrum St. Josef an der Eilsabethstraße die Handwerker das Sagen. Jetzt nähern sich die umfangreichsten Um- und Anbaumaßnahmen seit Bestehen der Einrichtung ihrem Ende. Letzter Akt wird der Abriss des Schwestern-Wohnheims sein.

Vor dem neu gestalteten Haupteingang des Altenzentrums ließen sich die Politiker des Sozialausschusses von Heimleiter Werner Fusenig (r.) den Stand der Dinge erläutern.

Jetzt nähern sich dieumfangreichsten Um- und Anbaumaßnahmen seit Bestehen der Einrichtung ihrem Ende. Die Mitglieder des Sozialausschusses ließen sich am Dienstagabend von Heimleiter Werner Fusenig schon einmal zeigen, was an der Elisabethstraße für 7.2 Millionen Euro so alles entstanden ist.

 Letzter großer Arbeitsschritt, so erfuhren es die Politiker, wird in der kommenden Woche der Abriss des bisherigen Schwesternwohnheims sein. Es muss Parkplätzen weichen, die bislang knapp gestreut sind. Eine Sanierung des von außen noch immer recht schmuck wirkenden Gebäudeteils aus dem Jahre 1962, so erläuterte es Fusenig, würde 1,4 Millionen Euro kosten, der Abriss schlage lediglich mit 53 000 Euro zu Buche: „Eine Entscheidung, die uns leicht gefallen ist.“

Aufgewertet wird durch die entstehende Freifläche auch der Bereich des Haupteingangs, der komplett neu gestaltet wurde. Neben Parkraum entsteht dort ein Platz der Begegnungen mit Teichanlage, Grünflächen und Bänken. Hinter der Eingangstür werden Besucher eine öffentliche Cafeteria vorfinden, in die auch die Bewohner des Heims „ausgehen“ können.

Eine kleine Bibliothek, Kapelle und Aufenthaltsräume bieten, je nach Bedarf, weitere Rückzugs- oder Begegnungsmöglichkeiten. Komplett neu gestaltet worden ist auch die Küche, in der, hinter einer Glaswand für jeden Besucher einsehbar, täglich 500 Essensportionen gekocht und ausgegeben werden. Die Wohn- und Gruppenräume in den oberen Geschossen sind den Bewohnern und ihren Besuchern vorbehalten. Grundsätzlich steht jedem Senior ein Einzelzimmer mit 24 Quadratmetern Privatsphäre, jedes mit Telefon und Internet-Anschluss ausgestattet, zur Verfügung. Wer allerdings Hilfe braucht, ist in keinem solchen Moment allein.

 Mobile Internet-Portale auf den Fluren lassen die Enkel beim Besuch auf ihre Kosten kommen. „Das alles würde sich auch als Hotel vermarkten lassen“, sagt Fusenig nicht ohne Stolz. Auch der Garten kann sich sehen lassen.

Angefangen bei hohen Bänken, aus denen man bequem wieder aufstehen kann und für die Sassenberger Vereine bereits 10 000 Euro gespendet haben, über Wasserspiele und blühende Pflanzen bis zum alarmgesicherten, aber dennoch passierbaren, Eingangstor ist an alles gedacht worden, was den Bedürfnisse älterer Menschen entgegenkommt. Die Einweihung erfolgt am 16. Oktober, ein Besuch lohnt sich.

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