Schulleitung nimmt die Arbeit auf



Sassenberg (ra) - Mit der Überreichung der Ernennungsurkunde zum Leiter der Sekundarschule Sassenberg an Stephanus Stritzke hat die neue Bildungseinrichtung am Donnerstag offiziell ihren Betrieb aufgenommen. Der 59-jährige Pädagoge war bisher Leiter der Geschwister-Scholl-Hauptschule in Ahlen. Jetzt freut er sich auf neue Herausforderungen.

Freuen sich auf den ersten Schultag der Sekundarschule am kommenden Mittwoch: (v.l.) Josef Uphoff, Stephanus Stritzke und Beelens Bürgermeisterin Elisabeth Kammann.

Wenn am kommenden Mittwoch 128 neue Sekundarschüler, davon 38 aus Beelen, ihre Klassenräume im Herxfeld beziehen, wird dieses Gebäude nach 30 Jahren erstmals nicht mehr ausschließlich Hauptschüler beherbergen. Die ersten fünf Züge werden dann der Sekundarschule zugeordnet sein. „Diese Schulform stellt sich den Herausforderungen, die durch sinkende Schülerzahlen im ländlichen Raum auf immer mehr Gemeinden zukommen“, sagt Stephanus Stritzke. Und: „Ich war schon immer ein glühender Verfechter der Idee, alle Schüler der Sekundarstufe gemeinsam zu unterrichten, Inklusion (Regelbeschulung auch für behinderte Kinder und Jugendliche) inklusive“.

Im früheren Besprechungszimmer der „Schule im Herxfeld“, wie sie während der Phase des Miteinanders von Sekundar- und Hauptschule heißen wird, hat Stritzke sein Büro eingerichtet. Ein Schreibtisch, ein kleiner Tisch und wenige Stühle, mehr braucht es nicht. Das Sekretariat wird von beiden Schulen gemeinsam genutzt. Stritzke wohnt in Wolbeck, der Weg nach Sassenberg ist nicht weiter als in seinen bisherigen Arbeitsort Ahlen. Besonders wichtig sei ihm so der Vater von vier erwachsenen Kindern, die Einbindung der Eltern in den Bildungsprozess und ein guter Kontakt zum heimischen Handwerk. Dies im beiderseitigen Interesse, denn „qualitativ hochwertige und gut ausgebildete Arbeitskräfte für handwerkliche Betriebe kann in kleinen Städten wie Sassenberg nicht von außen eingekauft werden; sie muss vor Ort reifen“.

Und das komme auch den Jugendlichen zugute. Wenn die Schüler nach sechs Sekundarschul-Jahren sagen, sie seien im Herxfeld „zu einem optimalen Ziel geführt worden, haben wir unseren Bildungsauftrag richtig verstanden“, so der Rektor. Ab dem 22. August, 10.40 Uhr, können Stritzke und sein Kollegium daran arbeiten, diesen Anspruch in die Praxis umzusetzen.

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