Spende an den Lebensmittelpunkt kommt gerade recht


Die FWG hat dem Lebensmittelpunkt 500 Euro gespendet. Das Geld kann gut gebraucht werden, wie die Ehrenamtlichen erklären.

Birgit Molsberger (links) und Thomas Diekmann (rechts) von der FWG übergaben dem Lebensmittelpunkt Sassenberg eine Spende von 500 Euro, die Christoph Irzik (v. l.), Marianne Schöne und Hildegard Nährig gerne entgegennahmen. Foto: Rieder

Sassenberg (jor) - Mehr als 90 Berechtigungskarten seien in Sassenberg derzeit an Bedürftige ausgegeben worden, berichten Hildegard Nährig und Marianne Schöne vom Lebensmittelpunkt Sassenberg (LMP). 

Organisatoren machen sich Sorgen vor dem Winter

Er ist, auch wenn er nicht so heißen darf, die Lebensmitteltafel des Ortes und mit den 90 Karten Anlaufstelle für weit mehr als 90 Personen, denn: „Es sind Einzelpersonen, aber auch mehrköpfige Familien, die diese Karten nach der Bedürftigkeitsprüfung von der Stadt erhalten“, weiß Nährig. Viele ältere Personen, bei denen die Rente nicht reicht, auch Familien mit Babys sind dabei. Und zur Zeit kommen auch Menschen, die Waren bekommen dürfen, obwohl ihre Karten noch nicht fertig sind. Derzeit sind es rund 20 ukrainische Familien, die die Organisation unterstützt.

„Es kommen nicht immer alle, am Donnerstag waren nur 60 Kunden da“, erinnert sich Schöne. Das hat auch Vorteile, denn die Spendenbereitschaft der Sassenberger Discounter und weiterer Geber ist zwar groß, aber Knappheit und Teuerung haben längst bis auf die Tafeln durchgeschlagen. 

Frische Waren werden täglich abgeholt

Deshalb bereitet der Gedanke an den kommenden Winter Sorge, wenn mehr Grundnahrungsmittel und Konserven gebraucht werden. „Im Sommer haben wir sehr viel Frischgemüse von verschiedenen Landwirten und Gemüsehöfen. Sogar frisch vom Feld“, freut sich der neue Vorsitzende des Vereins, Christoph Irzik. Die Waren werden täglich abgeholt, 15 Fahrer sind wechselweise im ehrenamtlichen Einsatz. Zwölf Frauen kümmern sich ebenfalls abwechselnd an der Langefort um die Logistik und Warenausgabe, drei davon sind fester Stamm. 

Diese Arbeit zu unterstützen, werde besonders in diesen schwierigen Zeiten immer wichtiger, betonte Birgit Molsberger von der Freien Wählergemeinschaft (FWG), die nun gemeinsam mit Thomas Diekmann eine Spende aus der Vereinskasse an den Lebensmittelpunkt übergab. 500 Euro, die auf fruchtbaren Boden fallen, denn nicht nur die Menge der gespendeten Waren wird geringer, auch die Ausgaben für zuzukaufende Grundnahrungsmittel und den Betrieb der Fahrzeuge – Stichwort: Spritkosten – steigen stetig.

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