Textilien gegen Kartoffeln eingetauscht



Sassenberg (sau) - Kartoffeln gegen Altkleider tauschen konnte am Samstag am Raiffeisenmarkt jeder, der mindestens ein Kilo alte Kleider, Hosen oder sonstige Stoffe mitbrachte. Vor Ort wurden die Textilien gegen frische Speisekartoffeln aufgewogen.

Über viele fleißige Helfer,  die ihm beim Beladen des Anhängers mit Altkleidern zur Hand gingen, konnte sich Markus Mersmann vom DRK freuen.

Für jedes Kilogramm Kleider erhielten die Spender 500 Gramm Speisekartoffeln gratis. Die Aktion fand flankierend zur Sammlung von Kolpingsfamilie, Landjugend und DRK statt. „Mit einem solchen Ansturm hätte ich nicht gerechnet,“ staunt der Vorsitzende der Kolpingfamilie Philipp Röhl.

Schon gegen Mittag musste der extra mitgebrachte Anhänger für die Kleidung schon zum zweiten Mal das Raiffeisengelände verlassen, um geleert zu werden. Bis zu diesem Zeitpunkt war schon mehr als eine Tonne Kartoffeln von den Helfern der Landjugend für die Spender in handliche Säcke gepackt worden. „Viele Leute nehmen einen halben Zentner Erdäpfel mit, haben also 50 Kilo Kleidung angeliefert,“ staunte auch Svenja Junker von der Landjugend. Markus Mersmann vom DRK freut sich ebenfalls über die vielen zahlreichen Altkleider, während er die schweren Säcke auf den Anhänger wirft. „Es ist uns viel lieber, wenn die Leute ihre Altkleider während solcher Aktionen abgeben, anstatt sie in die Altkleiderboxen zu werfen,“ so Mersmann.

Und dies hat einen guten Grund: Container werden auch von privaten Unternehmen aufgestellt, die damit Geld verdienen wollen. Den heimischen Verbänden gehen die wertvollen Kleiderspenden für ihre guten Zwecke so verloren – der Caritas für die Ausgabe an heimische Bedürftige, dem Roten Kreuz in den Sammelcontainern für notleidende Regionen und der Kolpingsfamilie bei der Frühjahrs- und Herbstsammlung. Diese verkauft die Altkleider zwar auch, der Erlös fließt aber in gemeinnützige Projekte.

Auch Cornelia und Anna-Marie unterstützten die Tauschaktion. Zusammen brachten sie 26 Kilogramm Altkleider mit und bekamen als Ausgleich 13 Kilo Kartoffeln. Was damit gemacht wird, steht schon fest, wie Cornelia Fonfara berichtet: „Eine Woche lang werden wir jeden Tag Bratkartoffeln essen.“

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