Tierischer Spaß im kunterbunten Bund



Sassenberg (sau) - Georg und Veronika Burholt von der Gruppe „Kunterbun(d)t“, dem Kontaktkreis für Behinderte und Nichtbehinderte, haben sich im Oktober etwas Besonderes für die Gruppenmitglieder einfallen lassen.

Fello, Sally und Rico warten schon gespannt auf ihren Einsatz und lassen sich währenddessen von den Kindern und Erwachsenen ordentlich kraulen.

Zu Gast waren nämlich die Besucherhunde Fello, Sally, Aaron und Rico zusammen mit ihren Frauchen Roswitha Voigt und Brigitte Langenhorst aus Ennigerloh, um für einen abwechslungsreichen und lustigen Nachmittag in der Johannesschule zu sorgen.

 Fello ist neun Jahre alt und ein ebenso großer wie zotteliger Deutscher Schäferhund. Er war in Begleitung von Frauchen Roswitha Voigt: „Der Besuch bei den behinderten und nicht behinderten Kindern und Erwachsenen bringt sicher Abwechslung in den Alltag und macht den Hunden ebenfalls Spaß, da sie für ihre Kunststückchen belohnt werden.“

 Ganz behutsam betrat Fello den Raum, in dem es sich die Kinder gemütlich gemacht hatten. Stefan klatschte in die Hände und freute sich: „Wenn ich Fello sehe, dann ist hier Leben im Haus.“ Dabei ist Fello eigentlich ein ganz normaler Hund, ohne Spezialausbildung.

 Aber was ganz wichtig ist: Er ist freundlich, neugierig und hat immer Appetit auf Leckerchen. Er ist dabei sehr gelassen, hat keine Angst in Fahrstühlen. Rollstühle sind für ihn auch kein Problem. Fello hat zudem keine Scheu vor fremden Menschen, und seine Ausstrahlung ist besänftigend. „Mit seinem Charme hat er noch jedem die Angst vor Hunden genommen.“, sagt Roswitha Voigt. Die Hunde führten den staunenden Zuschauern Kunststückchen vor, wie zum Beispiel eine Rolle oder das Springen durch die Arme.

„Man ist sich heute einig, dass der Umgang mit Tieren körperliche, seelisch-geistige und soziale Kräfte mobilisiert und stärkt“, ist sich Veronika Burholt sicher. Denn die Lebewesen mit Fell seien wahre Multitalente: Sie sind gute Gesellschafter, Clowns, Heizkörper, Jungbrunnen, Kontaktbörse und Antidepressiva in einem. Tiere steigern die Lebensqualität, ganz unauffällig und trotzdem messbar. „Kunterbun(d)t“ trifft sich das nächste Mal am 3. November von 15 bis 17.30 Uhr im Füchtorfer Pfarrheim, um Gesellschaftsspiele auszuprobieren. Neue Mitglieder sind willkommen.

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