Wanderung der KFD mit vielen Überraschungen


Eine Wanderung durch den Brook kann Spaß machen. Vor allem, wenn die Frauen der KFD von Menschen und edlen Tropfen überrascht werden. 

Sketche wurden für die 30 Frauen der KFD Sassenberg unter anderem am Drostengarten aufgeführt.

Sassenberg (gl) - Dass man auch in Pandemie-Zeiten ein wunderbares Event auf die Beine stellen kann, hat jetzt die Katholische Frauengemeinschaft (KFD) Sassenberg bewiesen. Das Team hatte zur „Weinwanderung mit Überraschungen“ eingeladen und 30 Frauen waren dieser Einladung gefolgt. 

Ein Treue-Tropfen auf die Theater-Gruppe

Neugierig auf das, was da kommen sollte und voller Vorfreude, dass endlich einmal wieder etwas in Sassenberg stattfindet, machten sich die Frauen zu Fuß und mit einem Weinglas ausgestattet auf den Weg in den Brook. Dort erwartete die Teilnehmerinnen an fünf Stationen neben verschiedenen Weinen und kleinen Leckereien ein besonderer Leckerbissen: die Frauen der „TheKreiSa“-Gruppe, die normalerweise im Herbst immer die Bunten Abende auf die Bühne zaubern, überraschten die Frauen mit kleinen Sketchen. 

So erfuhren die Frauen von Erwin, für den der übermäßige Genuss von Zwiebelkuchen und frischem Federweißen in einer peinlichen Unterhosenpanne endete. Passend dazu wurde Federweißer ausgeschenkt und natürlich durfte auch ein Stückchen Zwiebelkuchen nicht fehlen. Auf der Holzbrücke im Brook trafen die Frauen auf zwei Freundinnen, die herrlich komisch über die Ehemänner lästerten. 

Im Drostengarten begegnet die KFD den Weinköniginnen

Für großes Gelächter sorgte die Aussage, dass Erna zwar in 25 Jahren Ehe nicht an Scheidung gedacht hat, aber an Mord. „Dafür gibt‘s 15 Jahre, da wäre ich jetzt schon fertig.“ Dazu gab es für die Teilnehmerinnen einen Rosé, kurzerhand in „Treue-Tropfen“ umbenannt. Zwei Blondinen tauschten sich wenig später über die Qualitäten von Wein und Männern aus. Da die beiden ein eher schlichtes Gemüt aufwiesen, sorgten ihre Aussagen für viel Gelächter. Ausgeschenkt wurde das „Blonde Wunder“ , ein leckerer, fair gehandelter Weißwein. 

Im Drostengarten gab es eine Begegnung mit zwei Weinköniginnen: Waltraud und Mariechen. Während Waltraud doch tatsächlich vor 60 Jahren Weinkönigin war („aufgrund meines Hang-Lage-Beines war ich natürlich die perfekte Wahl“) war Mariechen Weinkönigin in Rippelbaum. 

In Rippelbaum gebe es zwar keine Weinberge, dafür habe sie, als ihr Mann sie wegen einer jüngeren Frau verließ, aber einen ganzen Tag geweint – „da meinten alle, ich wäre die Weinkönigin von Rippelbaum!“ Dieses wahrhaft königliche Zusammentreffen wurde mit einem leckeren Rotwein der Marke „Fusel-Queen“ gebührend begossen.

Mit Angela Merkel auf einen Rauten-Rebsaft

Zum Abschluss des Rundgangs erwartete die Frauen dann eine besondere Begegnung: Angela Merkel weilte auf ihrer Abschiedstour in Sassenberg. Sie verzichtete auf einen Staatsempfang im Elysee-Palast („da gibt‘s doch eh nur blanchierte Schnecken und frittierte Salatblätter zu essen“) und begeisterte die Frauen mit ihrer Schilderung des Ehealltags im Hause Merkel / Sauer. Natürlich durfte ein „Rauten-Rebsaft“, ein kräftiger Rotwein, nicht fehlen, um den berühmten Gast ausgiebig zu feiern. 

Nach einer kurzen Stippvisite bei den Oldies, die begeistert für den berühmten Gast ein spontanes Ständchen zum Besten gaben, war der Abend noch lange nicht vorbei. Beim Abschluss am Pfarrheim wurde noch viel über die Darbietungen gelacht, der Wein gelobt und erprobt und alle waren sich einig, dass dieser Abend ein rundum gelungenes Event war. Das Fazit der teilnehmenden Frauen: „Endlich konnten wir einmal wieder etwas gemeinsam unternehmen. Wer nicht dabei war, hat wirklich etwas verpasst.“ Eine klare Aussage.

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