Arbeiten am Kreisverkehr beginnen


Aufmerksame Autofahrer dürften es in den vergangenen Tagen bereits geahnt haben: Mit der umfassenden Neuausschilderung der betroffenen Kreuzungsbereiche starten in dieser Woche die Bauarbeiten am Kreisverkehr an der Konrad-Adenauer-Straße.

Der untere Teil der Riether Straße ist seit gestern als Einbahnstraße ausgewiesen. Wer während der Baumaßnahme mit dem Auto in Richtung Ortsmitte fahren möchte, der muss dann wieder einen langen Umweg über die B 58 in Kauf nehmen. Dietmar Jeschke

Mit ihm hätten die Erschließungsarbeiten für das Baugebiet Mondscheinweg eigentlich beginnen sollen. Daher wurde bereits vor nun ziemlich genau einem Jahr der Spielplatz an der Ecke Konrad-Adenauer-Straße/Riether Straße abgebaut, und die dortigen Bäume wurden gerodet.

Doch dann hieß es „Kommando zurück“. Denn da die Erschließung nicht wie ursprünglich geplant im Sommer, sondern erst Ende September beginnen sollte, hätte eine Großbaustelle am künftigen Kreisverkehr über die Wintermonate hinweg wegen möglicher witterungstechnischer Zwangspausen erheblich länger dauern können als gewünscht. Daher, so die Verwaltung beim ersten Spatenstich am Mondscheinweg, solle der „Kreisel“ nun erst im Frühjahr kommen.

Doch auch dieses Datum ist mittlerweile obsolet, wie die Anfang der Woche zur allgemeinen Überraschung geänderte Verkehrsführung im künftigen Baustellenbereich untrüglich zeigt. Nachdem der obere Bereich der Riether Straße von heute auf morgen zur Einbahnstraße erklärt worden ist, bezog nun die Stadtverwaltung am Dienstagmittag auf Anfrage unserer Redaktion Stellung – verbunden mit der überraschenden Informationen, dass mit den Vorarbeiten zum Bau des Kreisverkehrs im Bereich von Konrad-Adenauer- und Schützenstraße bereits am heutigen Mittwoch begonnen werden soll.

In einem ersten Bauabschnitt soll bis Anfang Februar eine Umleitungsstrecke für die Konrad-Adenauer-Straße angelegt werden – und zwar wie ursprünglich geplant über den bereits im vergangenen Jahr geräumten Spielplatz an der Einmündung zur Riether Straße. Während dies geschieht, bleiben die Konrad-Adenauer- und die Schützenstraße zunächst durchgängig für den motorisierten Verkehr geöffnet. Anders als für Fußgänger und Radfahrer: Sie werden nämlich bereits seit gestern ab der Kreuzung der Schützenstraße mit dem Windmühlenweg über letzteren in Richtung Riether Straße umgeleitet. Die umgekehrte Route gilt für Fußgänger und Radfahrer, die von der Adenauer-Straße in Richtung Bahnunterführung unterwegs sind. Damit dies reibungs- und gefahrlos funktioniert, wurde die Riether Straße zwischen der Konrad-Adenauer-Straße und dem Windmühlenweg zur temporären Einbahnstraße erklärt – samt Zufahrtsverbot von der Konrad-Adenauer-Straße aus.

Bei der ursprünglichen Vorstellung der Planung vor gut einem Jahr hatte es noch geheißen, dass der örtliche Verkehr über die Riether Straße und den Windmühlenweg fließen und lediglich die Umleitung des überörtlichen und insbesondere des Schwerlastverkehrs weiträumig erfolgen soll. Doch dabei hatte man offensichtlich den Radverkehr nicht auf dem sprichwörtlichen Schirm. Denn da es an der Riether Straße nur einen Geh-, aber keinen Radweg gibt, soll nun während der anstehenden Bauphase auf der Fahrbahn ein „Radfahrschutzstreifen im Beidrichtungsverkehr“ eingerichtet werden. „Zur sicheren Querung der Konrad-Adenauer-Straße durch Fußgänger und Radfahrer wird eine Lichtsignalanlage installiert“, so die Verwaltung.

Sobald die Umleitungstrasse der Adenauer-Straße über das Spielplatzgelände fertig ist, sollen dann die eigentlichen Arbeiten am Kreisverkehr starten, die voraussichtlich bis August dauern werden. Eine Phase, die wie schon im vergangenen Jahr bei der Sanierung der Bahnunterführung an der Schützenstraße für einige Verkehrsbehinderungen sorgen wird. Denn da die Schützenstraße vom Windmühlenweg bis zur Konrad-Adenauer-Straße vollständig gesperrt werden muss, muss der Verkehr zwischen den durch die Bahnlinie getrennten Ortshälften erneut über die Bundesstraße 58 zwischen Q1-Tankstelle und Dreingau-Halle umgeleitet werden. „Für die zweite Bauphase bedarf es aber noch der finalen verkehrsrechtlichen Anordnung durch den Kreis Warendorf als Straßenverkehrsbehörde“, so die Verwaltung abschließend.

von Von Dietmar Jeschke

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