Beruf und Ehrenamt in gutem Einklang


Das Kuratorium des St.-Josef-Stifts hat ein neues Mitglied: Joachim Fahnemann ist Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster. Er bringt somit viel Kompetenz rund um die Arbeit mit.

Joachim Fahnemann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster, wurde neu ins Kuratorium des St.-Josef-Stifts berufen. Bettina Goczol

Das Kuratorium des St.-Josef-Stifts hat mit Joachim Fahnemann seine Expertise erweitert. Der 52-jährige Diplom-Verwaltungswirt ist Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster und wurde nun ins Kuratorium berufen.

„Vor dem Hintergrund der aktuellen Zielplanung 2030 und der Herausforderung, für das planvolle stetige Wachstum ausreichend Fachkräfte zu gewinnen, ist mit Joachim Fahnemann ein ausgewiesener Experte für dieses Themenfeld gewonnen worden“, heißt es im Bericht der Stiftung.

Fahnemann stammt gebürtig aus dem Kreis Soest, studierte in Mannheim an der Hochschule für Arbeitsmarktmanagement und startete seine berufliche Laufbahn in Düsseldorf beim Landesarbeitsamt, der heutigen Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen. Nach der Geburt seiner Tochter 1996 verlagerte sich der Lebensmittelpunkt der kleinen Familie nach Ahlen, in die Geburtsstadt seiner Ehefrau Claudia. Ab 1998 übernahm Fahnemann verschiedene Führungsaufgaben in der Agentur für Arbeit in Ahlen und trägt seit rund 15 Jahren die Gesamtverantwortung für die 2012 fusionierte Agentur für Arbeit Ahlen-Münster.

Die Aufgabe im Kuratorium des St.-Josef-Stifts hat Joachim Fahnemann aus Überzeugung und christlicher Wertehaltung übernommen. In seiner beruflichen Arbeit und seinem Ehrenamt im Kuratorium sehe er eine große Schnittmenge, da sowohl die Agentur für Arbeit als auch das Krankenhaus jeweils wichtige Akteure im sozialen Sicherungssystem beziehungsweise im Gesundheitssystem seien: „Beide erbringen wichtige Dienstleistungen für Menschen, die sich in einer Lebens- und Notsituation befinden, in der sie auf Hilfe anderer angewiesen sind“, sagt er. Und auch die Notwendigkeit, Fachkräfte zu gewinnen, ist Fahnemann aus beiden Perspektiven vertraut: „Wir stehen vor parallelen Herausforderungen.“

Reizvoll an der Aufgabe im Kuratorium sei für ihn das gemeinsame Ziel, einen Mehrwert zu leisten, um mit der Zielplanung 2030 eine nachhaltige und langfristige Strategie umzusetzen. Neben der Chance, sich in der neuen Rolle selbst weiterzuentwickeln, gebe es für ihn auch persönliche Berührungspunkte zu den Tätigkeitsfeldern der Stiftung. Während seine Tochter aktuell in Zahnmedizin promoviert, benötigt sein schwerstmehrfachbehinderter Sohn seit zwei Jahrzehnten gute medizinische und pflegerische Begleitung. „Das ist prägend, eröffnet neue Perspektiven und hat mich für die Bereiche Krankenhaus und Pflege sensibilisiert.“

Hochspannend findet er die Funktionsweise des Gesundheitssystems, Fragen der Unternehmenskultur und die wichtige Aufgabe, wie man eine Organisation mit vielen engagierten Menschen zukunftsfähig weiterentwickelt. „Erfolg ist die Summe der Arbeit vieler Menschen. Menschen möchten sich einbringen und sich entfalten können. Hierfür die optimalen Rahmenbedingungen zu schaffen, Leitplanken, Richtung und Orientierung zu geben und gleichzeitig Freiräume und Vertrauen zulassen, das ist eine große Aufgabe, das ist für mich Ansporn und Verpflichtung.“

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