Daniel Frie folgt Hermann Tiggemann


Nach 24 Jahren im Vorstand tritt Hermann Tiggemann nun ein wenig kürzer. In der Jahreshauptversammlung gab er das Amt des Geschäftsführers an Daniel Frie ab. Vorsitzender Olaf Lenz dankte Hermann Tiggemann für sein jahrzehntelanges Engagement für den Verein.

Der neue Vorstand der Fortuna (oben, v.l.): Tobias Ophaus, Alexandra Rohling, Daniel Frie, Alina Knipping, Beate Kosela, Karsten Peters, Luis Pollmüller, Olaf Lenz, Gordon Gödde, Carsten Stücke, Franziska Homann, Markus Holtmann und Robin Vinnenberg. Simon Beckmann

Seit 1997 engagiert sich Hermann Tiggemann im Vorstand von Fortuna Walstedde – erst als Beisitzer, später dann als Geschäftsführer – und hatte stets für die Anliegen aus allen Abteilungen ein offenes Ohr. Doch nun ist Schluss. „Es wird Zeit, dass Jüngere die Verantwortung übernehmen“, erklärte der 59-Jährige während der Jahreshauptversammlung des aktuell 1088 Mitglieder zählenden Vereins in der Festscheune des Hotels Volking am Freitagabend und trat nicht erneut zur Wahl an.

Bevor aber ein Nachfolger für den langjährigen Geschäftsführer bestimmt werden konnte, gab es gleich mehrmals stehende Ovationen und minutenlangen Applaus für Tiggemann. „Hermann, du warst über 24 Jahre maßgeblich daran beteiligt, dass Fortuna sich so entwickeln konnte, wie sie es getan hat. Vielen Dank für deine geleistete Arbeit in den letzten Jahrzehnten, für dein großes Engagement und deine unermüdliche Bereitschaft, für unsere Fortuna da zu sein“, verabschiedete sich der Vorsitzende Olaf Lenz von seinem scheidenden Mitstreiter. In die gleiche Kerbe schlug Ortsvorsteher Heinz Frie: „Was du für die Fußballer und die anderen Abteilungen gemacht hast, das ist schon unglaublich.“ Die Wahl von Tiggemann zum Ehrenmitglied war danach nur noch Formsache.

Ebenso schnell war mit Daniel Frie auch ein Nachfolger für den 59-jährigen Walstedder gefunden. Bei den restlichen Wahlen gab es keine Veränderungen. Wiedergewählt wurden sowohl der zweite Vorsitzende Gordon Gödde als auch die zweite Kassiererin Franziska Homann sowie die Beisitzer Alina Knipping, Luis Pollmüller, Karsten Peters und Robin Vinnenberg. Die neue Kassenprüferin ist Claudia Grünewald. Ebenso von den rund 40 anwesenden Mitgliedern bestätigt, wurden die Abteilungsleiter Heike Siebert (Radsport), Beate Kosela (Breitensport), Olaf Lenz (Fußball) und Annette Schlüter (Tennis). Die Abteilungsleitung beim Tischtennis bleibt weiterhin vakant.

Zuvor ging Olaf Lenz in seinem Vorstandsbericht auf die veränderten Strukturen in der Fußball- sowie der Breitensport- und Gesundheitsabteilung ein, erinnerte an das erfolgreich verlaufene Fun-Sport-Camp 2021 und blickte auf den Tannenbaumverkauf im vergangenen Jahr zurück. Ebenso erklärte er, dass die Realisierung der Beregnungsanlage abgeschlossen sei (wir berichteten) und derzeit eine Laufbahn zwischen den Plätzen gebaut werde. Zudem wies er auf die neue vereinseigene App und die Vereinskollektion hin. „Am 23. Oktober wird es einen Tag der offenen Tür geben. Dort wird es unter anderem um die Integration und Inklusion in unserem Verein gehen. Ebenfalls stellen sich alle Abteilungen vor“, kündigte er an. Der Vorsitzende dankte abschließend auch den Mitgliedern: „Ihr macht Fortuna aus. Wir alle stehen für Werte und Haltungen, für Respekt und Toleranz und für ein freundschaftliches und familiäres Umfeld.“

Michael Knicker thematisierte danach kurz die Kita „Hoppeditz“. „Wir werden planmäßig zum 4. Oktober mit acht Mitarbeitern und 45 Kindern starten – sofern die letzten Genehmigungen erteilt werden würden“, versprach er. Das Gerüst würde nun zeitnah abgebaut und die Erdhügel kurz darauf abgetragen werden. „Die Kosten sind etwas höher als kalkuliert. Sie sind bis jetzt von 2,1 Millionen Euro auf 2,7 Millionen Euro gestiegen“, erörterte Knicker.

Kassierer Tobias Ophaus stellte im Anschluss das neue Leitbild des Vereins vor. Es beruhe auf den drei Säulen „Über uns“, „Gemeinschaft steht für uns im Mittelpunkt“ sowie „Unsere Ziele“ und sei durch Umfragen aus allen Abteilungen und der neuen Kita erwachsen. „Wir sind ein familiärer und dörflich orientierter Verein, der für einen Teil der Walstedder Lebenskultur verantwortlich ist“, bemerkte Ophaus. „Wir sind eine soziale und weltoffene Gemeinschaft, in der Ausgrenzung keinen Platz hat.“ Ebenso finde jeder Interessierte bei Fortuna ein passendes Sport- und Bewegungsangebot. „Wir sind besonders stolz, dass wir durch die Kita bereits den Jüngsten Bewegungsförderung anbieten können“, sagte er. Natürlich gebe es aber auch noch Baustellen. „Wir sind erst seit 2020 Integrationsstützpunkt und noch weit davon entfernt, wo wir hinwollen“, erläuterte er. Auch das „Wir-Gefühl“ müsse genauso wie das Sportangebot ausgebaut werden. Die Vernetzung zwischen den verschiedenen Abteilungen sei ebenfalls noch verbesserungsfähig.

von Von Simon Beckmann

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