Flohmarkt ersetzt den Kleiderbasar


Seit 1993 ist der zwei Mal jährlich stattfindende Kinderkleider- und Spielzeugbasar quasi eine Institution in der Stadt. Doch dann kam Corona – und machte den Organisatorinnen einen Strich durch die Rechnung. Als Ersatz soll es nun erstmals einen Garagenflohmarkt geben.

Dem Basarteam, das den Stewwerter Garagenflohmarkt organisiert, gehören (von links) Silke Beckamp, Beatrix Otto und Alexandra Drüge an. Spielzeug und Kindermode können ebenso verkauft werden wie Bücher, Kinderwagen und Roller. Kleineidam

Er hatte einen festen Termin im Kalender. Immer an den Wochenenden vor den Oster- und den Herbstferien gab es einen Kinderkleider- und Spielzeugbasar in Drensteinfurt. Dann machte sich das Coronavirus breit – und sorgte für eine Absage nach der anderen.

Vier Mal konnte der Basar nicht stattfinden. Doch für diesen Herbst haben sich die Verantwortlichen eine andere Veranstaltung ausgedacht – auch um die laufenden Kosten zu decken. Für den 30. Oktober (Samstag) ist der „Stewwerter Garagenflohmarkt“ geplant.

Die Idee wurde kurzfristig umgesetzt. Denn die Nachfrage nach Spielzeug, Kindermode, Büchern, Kinderwagen und Babyzubehör sei groß, sagt Alexandra Drüge vom 13-köpfigen Basarteam. Mitmachen kann jeder. Der Flohmarkt wird von 13 bis 17 Uhr stattfinden. „Der Erlös bleibt in der eigenen Tasche“, so Drüge.

Anmeldungen werden per E-Mail an stewwertergaragenflohmarkt@gmail.com entgegengenommen. Wer sich angemeldet hat, erhält nähere Informationen zum Ablauf. Anmeldeschluss ist der 25. Oktober. Die Gebühr beträgt zehn Euro und wird per PayPal bezahlt. „Es geht aber auch auf anderem Weg. Die Teilnehmer können den Betrag auch überweisen oder bar zahlen“, sagt Drüge. Die Gebühr wird vom Basarteam genutzt, um die Kosten für die Versicherung, die Homepage und den Bürobedarf zu decken. „Sollte Geld übrig bleiben, wird es gespendet“, versprechen die Verantwortlichen.

Ab dem 29. Oktober wird ein QR-Code auf der Homepage veröffentlicht, der alle Standorte anzeigt. Wer kein Smartphone hat, kann dort auch eine Liste einsehen. Außerdem werden Angaben zum Angebot an den einzelnen Standorten des Garagenflohmarkts gemacht. An einigen Standorten der Teammitglieder werden der QR-Code und die Liste ebenfalls ausliegen. Zu berücksichtigen seien natürlich die am 30. Oktober gültigen Corona-Vorschriften.

Die Teammitglieder beteiligen sich selbst auch am Flohmarkt. „Bei 25 bis 30 Anmeldungen lohnt es sich für uns“, sagt Drüge.

Gerne hätte das Team den Basar am 2. Oktober in der Dreingau-Halle durchgeführt – mit Hygienekonzept, Zeitfenstern und bargeldlosem Bezahlen. „Die Nachfrage war groß“, sagt Drüge. Doch auf eine Anfrage an die Stadtverwaltung im Juli gab es keine Antwort. „Sie hätten sich wenigstens melden können“, sagt Drüge. Beatrix Otto, Mitbegründerin des Basarteams, ergänzt: „Hinterher wurde die Zeit zu knapp. Wir benötigen ja sechs bis acht Wochen Vorlauf.“ Auch Silke Beckamp bedauert die ausgebliebene Reaktion seitens der Stadt. „Es ist alles ehrenamtlich. Wir haben keinen eigenen Nutzen, sondern machen es für die Allgemeinheit“, sagt die Drensteinfurterin.

Statt des Verkaufs von Waren zu einem wohltätigen Zweck unter dem Hallendach gibt es nun also am 30. Oktober den „Stewwerter Garagenflohmarkt“. Für das Team um Drüge, Otto und Beckamp bedeutet das deutlich weniger Arbeit als beim üblichen Basar. Trotzdem hoffen die 13 Frauen und gehen auch davon aus, dass der Basar 2022 wieder in gewohnter Form stattfinden kann. Einen Termin gibt es schon: den 2. April.

von Von Matthias Kleineidam

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