Gäste kommen – aber das Personal ist knapp


Der Hotel- und Gastronomiebranche ist im Corona-Lockdown ein Teil des Personal abhanden gekommen. Das konnte Landrat Dr. Olaf Gericke auch beim Besuch des Landhotels Bartmann erfahren.

Bürgermeisterin Katrin Reuscher (M.) und Landrat Dr. Olaf Gericke (4. v. r.) trafen sich zu Gesprächen in Sendenhorst. Mit dabei waren (v. l.): Josefin Steinhoff (Sachgebiet Sicherheit und Ordnung), Kreisdirektor Dr. Stefan Funke, Jürgen Mai (Leitung Dienstbereich Bürgerdienste), Ordnungsdezernentin Petra Schreier, Martina Bäcker (Gleichstellungsbeauftragte), Bürgermeisterin Katrin Reuscher, Referent Kai John, Landrat Dr. Olaf Gericke, Kathrin Schran (Sachgebiet Klima und Umwelt), Umweltdezernent Dr. Herbert Bleicher, Daniel Fühner (Leitung Dienstbereich Planen, Bauen und Umwelt) Kreis Warendorf

Anlässlich der Sommerradtour des Landrats trafen sich Vertreter der Stadtverwaltung und der Kreisverwaltung zum besseren Kennenlernen und fachlichen Austausch. Die Radtour musste jedoch verkürzt und auf ein Arbeitsessen auf der Terrasse des Landhotels Bartmann reduziert werden, heiß es im Bericht des Kreises Warendorf. Ursprünglich sollte die gemeinsame Radtour entlang diverser Projekte im Stadtgebiet am Landhotel enden. Eine außerordentliche Kreisausschusssitzung habe den Organisatoren allerdings einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Bürgermeisterin Katrin Reuscher nutzte die Gelegenheit, um über die Ortsinnenentwicklung in Albersloh, das Streuobstwiesenstreifen-Programm sowie das erneuerte Knotenpunktsystem entlang der Radwege zu berichten. Dabei kamen auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Stadtverwaltung zu Wort.

Thomas Bartmann berichtete den Besuchern, wie er die Corona-Krise als Unternehmer hautnah erlebt habe. Vor der Krise hatte der Betrieb, der Anfang der 1990-er Jahre mit einem Gästezimmer auf einem klassischen Bauernhof begann, 28 Mitarbeiter. Nach anderthalb Jahren Corona-Krise seien ihm davon noch elf geblieben. „Das Personal ist aktuell der Flaschenhals“, erklärte Bartmann, dass einige seiner Kräfte in den vergangenen Monaten andere Jobs angenommen hätten.

Die Krise sei von enttäuschten Hoffnungen auf ein baldiges Ende der Pandemie und dem Willen, das Familienunternehmen aufrecht zu erhalten, geprägt gewesen. Auch die staatliche Unterstützung hätte geholfen, den Betrieb zu stabilisieren. „Wir sind mit den Hilfen im europäischen und internationalen Vergleich privilegiert“, so Thomas Bartmann.

Landrat Dr. Olaf Gericke sagte dazu: „Es ist gut zu hören, dass die Hilfsgelder angekommen sind und dazu beitragen, dass unsere Unternehmen die Krise überstehen. Es wird sich aber auch zeigen, dass die Belastungen der öffentlichen Haushalte immens sind.“

Gerade das Gastgewerbe hat unter den Beschränkungen der Pandemie-Bekämpfung gelitten. Daher nutzt der Kreis Warendorf vom Land für Werbezwecke zur Verfügung gestellte Gelder, um Touristen aus Nachbarregionen anzusprechen. „Wir werben gezielt auch in den digitalen Medien um Kurzurlauber aus dem Ruhrgebiet oder den Niederlanden“, erklärte Gericke. Thomas Bartmann habe anhand seiner Erfahrungen zur Herkunft der Gäste bestätigen können, dass diese Strategie funktioniere.

Bürgermeisterin Katrin Reuscher dankte dem Unternehmer für seine offenen Worte und seine ehrliche Einschätzung der Situation.

Im nächsten Jahr solle das Treffen wiederholt und dann auch wirklich in die Pedale getreten werden. Schließlich gelte es, die vielen Projekte in Sendenhorst und Albersloh auch einmal tatsächlich in Augenschein zu nehmen, heißt es abschließend im Bericht des Kreises.

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