„Halli-Galli“ kann kommen


Langeweile? Nein, die dürfte in den kommenden Sommerferien in Drensteinfurt eher nicht aufkommen. Nach zwei Corona-Jahren mit vielen Abstrichen erwartet die Ferienkinder erstmals wieder ein randvoll gepacktes Ferienprogramm mit zahlreichen Highlights.

Einen buchstäblich „bunten Cocktail“ präsentierten Meike Haverkamp (Kulturbahnhof), Bürgermeister Carsten Grawunder sowie Anja Buthe und Rüdiger Pieck (Kulturbahnhof) bei der Vorstellung des Sommerferienprogramms 2022. Dietmar Jeschke

Die ersten „Prototypen“ lagen bereits am Mittwochvormittag auf dem Tisch. Die mehrere Hundert Exemplare starke „Serienauflage“ sollte am Nachmittag folgen. Und sie dürfte bis zum Wochenende wohl bereits fast restlos vergriffen sein. Denn bis dahin wird das erste „Nach-Corona-Ferienprogramm“ der Stadt Drensteinfurt auch in den Schulen verteilt sein. Und mit dem Durchstöbern dürfte sich mancher durchaus beeilen, denn schließlich beginnt schon am morgigen Freitagabend (3. Juni) das Online-Anmeldeverfahren.

Inhaltlich sprechen sowohl die reinen Zahlen, als auch einige durchaus traditionelle Veranstaltungsnamen für sich: Neben 33 Einzelveranstaltungen, acht Ausflügen und einer Zweitagestour sind es vor allem die 13 mehrtägigen Events, zu denen Bürgermeister Carsten Grawunder sowie Rüdiger Pieck, Meike Haverkamp und Anja Buthe vom Team des Kulturbahnhofs wieder mehrere Hundert Kinder erwarten. Allen voran, wenn es um die Highlights namens „Minilon“, „Halli-Galli“, „Baucamp“, „Fun-Sport-Camp“ sowie um den Mitmachzirkus „ZappZarapp“, die „Volti-Tage“ und das Handballcamp geht. Veranstaltungen, die Dank des Wegfalls der Corona-Regeln nun erstmals seit Jahren wieder im „ganz normalen Rahmen“ verlaufen können, wenngleich sie die Organisatoren trotzdem vor einige neue Herausforderungen stellen. Der Grund: Durch die zweijährige Corona-Pause mangelt es vor allem an „Juniorteamern“ im Alter ab 14 Jahren. Bislang nämlich waren viele der jungen Helfer nach ihrer persönlichen Teilnahme und altersbedingter, zweijähriger „Karenzzeit“ quasi automatisch in das Betreuerteam „hineingewachsen“. Aufgrund der langen Zwangspause hat die Pandemie jedoch nun eine spürbare Nachwuchslücke hinterlassen. Verstärkung könnte das Kulturbahnhofteam aber auch bei den jugendlichen (ab 16 Jahren) und erwachsenen „Teamern“ benötigen. Wer sich dafür begeistern kann, der kann sich im Kulturbahnhof melden.

Was den Ablauf betrifft, so ist Rüdiger Pieck vor allem auf die beiden in den ersten beiden Ferienwochen startenden Großaktionen „Halli-Galli“ und „Minilon“ gespannt. Denn beide leben durchaus davon, dass bereits „alte Hasen“ den Teilnehmern, die zum ersten Mal bei der großen Spiel-, Bastel- und Sport-Aktion oder bei der Spielstadt dabei sind, ein wenig unter die Arme greifen. „In diesem Jahr sind es aber gleich drei Jahrgänge, die zum ersten Mal dabei sein werden“, schildert Pieck. Um darauf vorbereitet zu sein, werden unter anderem „Schnuppergruppen“ gebildet, die den Teilnehmern einen gewissen Orientierungsrahmen und eine persönliche Betreuung bieten sollen. Dazu wurden eigene Erklärvideos gedreht, die ab sofort auch auf Youtube unter den Stichworten „Halli-Galli“ und „Minilon“ zu finden sind.

Die Corona-Pandemie hat auch an anderer Stelle ihre Spuren hinterlassen. Das allerdings in durchaus positiver Hinsicht, denn schließlich hatte man viel Zeit, um den etablierten „Fahrplan“ einmal sorgfältig auf den Prüfstand zu stellen – auch im Rahmen einer großen Jugendbefragung. Ergebnis: Wie gewünscht gibt es nicht mehr eine fast unübersichtliche Vielfalt ein Einzelveranstaltungen. Denn gefragt, betont Rüdiger Pieck, seien vor allem mehrtägige Projekte und Ausflüge.

Was die Anmeldungen betrifft, so sind diese vom morgigen Freitag (3. Juni, 18 Uhr) bis Dienstag (7. Juni, 18 Uhr) unter drensteinfurt.ferienprogramm-online.de möglich. Für Menschen mit Sprachbarrieren wird dazu am Samstag (4. Juni) von 10 bis 14 Uhr ein „Servicetag“ im Kulturbahnhof angeboten. Die Teilnahmebestätigungen gehen am 7. Juni per E-Mail heraus. Wichtig: „Es gilt nicht: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“, betont Anja Buthe, dass ein „Run“ auf das Anmeldeportal überflüssig ist. Die Zahlung des Beitrags ist per Überweisung oder in bar möglich – letzteres am 10. Juni (Freitag) von 15 bis 18 Uhr sowie am 13. Juni (Montag) von 9 bis 18 Uhr. Ab dem 14. Juni (Dienstag) werden dann die Restplätze freigeschaltet.

von Von Dietmar Jeschke

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